Völkermarkt
Das Rauchen in Gastronomiebetrieben hat bald ein Ende

Ab ersten November darf in den heimischen Gaststätten nicht mehr geraucht werden
  • Ab ersten November darf in den heimischen Gaststätten nicht mehr geraucht werden
  • Foto: Pixabay/HansMartinPaul
  • hochgeladen von Simone Koller

Bald gehört das Rauchen in den österreichischen Gastronomiebetrieben der Vergangenheit an.

VÖLKERMARKT. Ab November ist Rauchen an allen öffentlichen Orten, wo Speisen und Getränke konsumiert werden, verboten. Die WOCHE hat mit einigen Betreibern von momentanen Raucherlokalen, die nun vom Qualm befreit werden sollen, gesprochen.

Neues Rauchergesetz

Nachdem mit 1. Jänner 2019 die Altersgrenze beim Rauchen von 16 auf 18 Jahre angehoben wurde, folgt nun das Rauchverbot in österreichischen Gaststätten. Somit darf an allen öffentlichen Orten, wo Speisen sowie Getränke produziert, verarbeitet, serviert oder konsumiert werden, ab November nicht mehr geraucht werden.

Wohin mit den Rauchern?

Diese Frage quält viele Wirte, da sie ihren Gästen auch in Zukunft eine Möglichkeit zum Qualmen bieten wollen. "Wir möchten den Raucherbereich nach draußen verlegen, entweder in den Innenhof oder auf die Terrasse", erklärt Michaela Höberl, Inhaberin des Cafes Plaza in Völkermarkt. Sie blickt dem neuen Gesetz optimistisch entgegen, da es ausnahmslos für alle Gaststätten gilt. Jedoch sei es im Allgemeinen fraglich, inwieweit man das Rauchen in Lokalen ständig verbieten kann.

Weniger Gäste

Durch den hohen Raucheranteil in unserer Gesellschaft fürchten Wirte um ihre Gäste. Viele Raucher, für die eine Zigarette zum Kaffee oder nach dem Essen einfach dazugehört, können dieser Gewohnheit bald nicht mehr nachgehen. Franz Wastl sieht jedoch den positiven gesundheitlichen Aspekt dahinter. "Da die Gäste und das Personal viele Stunden in meinem Café verbringen, wird dadurch deutlich weniger geraucht werden. Das kommt der eigenen Gesundheit auf jeden Fall zugute", meint der Betreiber des City Cafés in St. Michael ob Bleiburg. Ob sich die Umsätze durch das neue Gesetz verändern, werde sich erst herausstellen.

Teurer Umbau

Aufgrund des räumlich abgetrennten Raucherbereichs, der in den letzten Jahren gesetzlich vorgeschrieben war, mussten sich viele Wirte in kostspielige Umbauarbeiten stürzen. So verfügt auch Didis Restaurant "Zur Schiene" seit neun Jahren über einen separaten Raucherbereich. Die Gesamtkosten für den Umbau betrugen damals rund 10.000 Euro. Heute ärgert sich Inhaber Dietmar Thonhauser über das neue Gesetz, da für ihn jegliche Investitionen in den Raucherbereich umsonst waren. Außerdem befürchtet er, dass die Existenz seines Lokals dadurch auf dem Spiel steht. "Für mich wird es schwierig, zukünftig als Nichtraucher-Lokal zu bestehen", so Dietmar Thonhauser.

Autor:

Simone Koller aus Wolfsberg

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