Griffen: In diesem Unternehmen stehen die Walnüsse im Mittelpunkt

Gemeinsam besitzen die beiden Griffner rund 1.000 Walnussbäume. Für die Produktion ihrer Produkte wollen sie aber auch Nüsse von regionalen Nussbaumbesitzern abkaufen
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GRIFFEN. Rechtzeitig zur Ernte der Walnüsse eröffnen Gernot Oswald und Martin Mohr im Herbst eine Walnussverarbeitungs-Manufaktur am Ende des Wölfnitztales. Gemeinsam besitzen die beiden rund 1.000 Walnussbäume im Raum Griffen. Für die Verarbeitung wollen die beiden Griffner aber auch Walnüsse zukaufen.

Gesund und nachhaltig

Gernot Oswald ist seit 20 Jahren im Bildungs- und Beratungsbereich der Landwirtschaftskammer Kärnten tätig und Waldbauer. Martin Mohr, Erfinder und ehemaliger Vorstand der ecoduna AG, ist seit vier Jahren ebenfalls Bauer in Griffen. Gemeinsam haben es sich die beiden zur Vision gemacht etwas zu produzieren und zu vermarkten, das gesund, nachhaltig und regional ist. "Außerdem sollte unser Produkt auch Einkommen bringen und auch anderen Betrieben einen Zuverdienst geben. Wertschöpfung durch Wertschätzung sozusagen", erklärt Gernot Oswald. Gemeinsam stehen die beiden hinter dem Namen "Nussgold WalnussManufaktur".

Regional versorgen

"Die Praxis zeigt, dass die Nüsse im Herbst gesammelt werden. Ein kleiner Teil wird für das Weihnachtsgebäck verwendet und der Rest landet am Dachboden. Gleichzeitig werden die Nüsse vom Vorjahr entsorgt", erzählt Gernot Oswald. Der Entsorgung der Nüsse wollen die beiden vorbeugen, indem sie den Besitzern das Schalenobst abkaufen. "In Österreich haben wir einen Versorgungsgrad bei Schalenobst von 28 Prozent. Der überwiegende Teil der Walnüsse wird aus Kalifornien, Frankreich, China und Chile importiert. Dabei wären wir durchaus in der Lage uns selbst regional zu versorgen und den Nussbaumbesitzern ein faires Entgelt für ihre Nüsse zu geben."

Frische Nüsse abliefern

"Wir besitzen selbst rund 1.000 Walnussbäume, wollen aber auch mit den Walnussbesitzern der Umgebung kooperieren, ihnen die Nüsse abnehmen und diese weiterverarbeiten." Je nach Qualität möchten die beiden den Walnuss-Besitzern zwischen 1,20 und 1,50 Euro pro Kilo bezahlen. "Wichtig ist dabei, dass die frischen Nüsse unmittelbar nach dem Aufsammeln in unserer Nussmanufaktur abgeliefert werden. Die Trocknung muss unbedingt unter kontrollierten Bedingungen ablaufen, um Schimmelbefall und Ranzigwerden zu vermeiden."

Nussöl und Nussmehl

In der ersten Zeit, also ab Anfang November, sollen ab Hof und in Supermärkten geschälte Nüsse, Nussöl und Nussmehl verkauft werden. "Später möchten wir uns dann mit regionalen Produzenten zusammentun und Nusseis und Walnussgebäck produzieren", verrät Oswald.

ZUR SACHE:

Wer: Gernot Oswald und Martin Mohr
Was: Schalenobst wird geschält und weiterverarbeitet
Wo: Wölfnitzgraben 32, Griffen

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