Milch: Das weiße Gold vom Berg

Marianne Opriessnig (15) bekommt am elterlichen Hof im Schwarzgraben in Diex stets frische Milch aus der Eigenproduktion zu trinken
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  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

Zum internationalen Tag der Milchbauern. Im Porträt: Milchproduzent Johann Opriessnig vom Schwarzgraben in Diex.

DIEX. Am 1. Juni ist der internationale Tag der Milchbauern. Auch im Bezirk Völkermarkt leben Landwirte von der Milchproduktion. Einer davon ist Johann Opriessnig (48) aus Diex, der im Schwarzgraben 24 Milchkühe hält. Als er vom Vater die Landwirtschaft übernahm, beschloss er, sich auf die Milchproduktion zu konzentrieren.
Er beliefert die „Berglandmilch“, die ihren Sitz in Wels (Oberösterreich) hat. Mit gutem Grund: „Die Berglandmilch bietet den Milchbauern die Ab-Hof-Abholung“, schildert Opriessnig. Für Milchbauern in der Gegenwart ein entscheidender Vorteil, weil hohe Transportkosten wegfallen.

Preis-Schere klafft auseinander

Heutzutage müssen, so Opriessnig, Milchbauern genau kalkulieren. Denn: „Vor 25 Jahren gab es in der gesamten Gemeinde Diex noch 60 Milchbauern, mittlerweile sind es knapp 20“, rechnet Opriessnig vor. Auch bei den Preisen haben sich die Zeiten geändert. „1986 haben wir für einen Kilogramm Milch noch 6,89 Schilling bekommen, ein Liter Diesel kostete damals rund 6,4 Schilling“, erinnert sich Opriessnig.
Während die Spritpreise in die Höhe schnellten, blieben die Milchpreise im Vergleich dazu am Boden. „Zurzeit kostet ein Lieter Diesel im Durchschnitt 1,35 Euro. Der Preis für einen Kilogramm Milch liegt lediglich bei 39 Cent“, bedauert Opriessnig. Fazit: Das Dasein eines Milchbauern ist schon lange nicht mehr lukrativ.
„Ich habe täglich um 4.45 Uhr Arbeitsbeginn“, verrät der Landwirt. In der Woche komme er auf knapp 80 Arbeitsstunden. Ohne die Unterstützung der Familie wäre es nicht möglich, als Milchbauer seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Eine Kuh gibt im Jahresschnitt rund 7.600 Liter Milch.
Was Opriessnig aufstößt: „Als ich meine Ära als Milchbauer begann, musste ich mir noch ein Milchkontingent erkaufen. Dafür, dass ich im Jahr 135.000 Liter liefern darf, habe ich 1986 eineinhalb Millionen Schilling investiert.“ In den nächsten Jahren soll das Milchkontingent europaweit jedoch fallen. „Ein Wettbewerbsnachteil ist die Folge“, ist Opriessnig enttäuscht.

IN KÄRNTEN
Im vergangenen Jahr 2010 sind rund 2.400 Milchbauern registriert worden, die ihre Milch direkt an Molkereien geliefert haben. „Hinzu kommen weitere rund 500 Landwirte, die ausschließlich Direktvermarktung betreiben“, fügt Wolfgang Stromberger von der Landwirtschaftskammer Kärnten hinzu. Das ergibt eine Gesamtsumme von rund 2.900 Milchbauern in Kärnten. Ebenso 2010 wurden knapp 170.000 Tonnen Milch für die Molkereien produziert.

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