21.10.2016, 18:47 Uhr

Betriebsführungen bei Magna Steyr (Graz) und SAPPI (Gratkorn) im Rahmen der Berufsorientierung für Maturantinnen und Maturanten

Völkermarkt: Alpen-Adria-Gymnasium Völkermarkt | Am Donnerstag, dem 22. September 2016, fuhren die 8A und 8B in Begleitung der beiden Bildungsberater, Frau Prof. Moritz-Schloffer und Herrn Prof. More, nach Graz, um die Firmen Magna Steyr und SAPPI zu besuchen. Ich war bei jenen Schülern, die sich für die Besichtigung des Fahrzeugherstellers Magna Steyr entschieden.
Als wir am riesigen Firmengelände ankamen, erhielten wir Schutzbrillen und wurden in kleinere Gruppen eingeteilt. Unser Start war im Infocenter, wo uns schon relevante Informationen mitgeteilt wurden: Zum Beispiel, dass das Gelände rund 20 Hektar groß ist und dass noch immer neue Hallen errichtet werden.
Daraufhin begaben wir uns in jene Halle, in der die Karosserie der Mercedes
G-Klasse zusammengebaut wird. Für mich persönlich schaute es aus wie in einem Science-Fiction Film, weil überall riesige Schweißgeräte an langen Schwenkarmen herunterhingen. Der Funkenflug und der ständige Lärm verstärkten dieses Gefühl noch mehr. Nachdem uns der erste Prozess sehr detailliert geschildert worden war, gingen wir weiter zur Lackiererei. Da die Schaufenster zugeklebt waren, wurde uns der Vorgang mit Hilfe von Plakaten und schriftlichen Informationen – sehr interessant – erklärt. Anschließend führte uns der Guide in die Montagehalle. Dort fand ich es besonders spannend, weil die großen Autos ganz langsam, in einer Linie auf einem Seil, durch einige Arbeitsprozesse gezogen wurden. Wir konnten sehen, wie zum Beispiel die Elektronik, das Armaturenbrett, das Lenkrad, die Sitze und die Fensterscheiben eingebaut wurden. Für einen Laien wie mich, der so etwas noch nie gesehen hat, war das besonders faszinierend. Am Ende konnte man noch sehen, wie das Chassis (Fahrgestell) mit dem restlichen Fahrzeug mit lediglich 6 Schrauben verbunden wurde.
Als wir wieder im Freien waren, konnten wir noch einige G-Klasse Autos bewundern. Es ist wirklich ein faszinierendes Auto!
Wir fuhren voller neuer Eindrücke zurück nach Völkermarkt. Für mich war es die bisher interessanteste Exkursion und ich hoffe sehr, dass sie auch in Zukunft im Lehrplan beibehalten wird. Es war die erste richtige Betriebsbesichtigung – vor allem in einem so großen und einflussreichen Unternehmen!
(Paul Orsini-Rosenberg, 8B)

[…] Die Firma Magna Steyr zeichnet sich vor allem durch die sehr gewissenhaften und fehlerfreien Lackierungen aus, weshalb auch der in England produzierte SUV der Marke Bentley zur Lackierung nach Graz geschickt wird.
Die nächsten Arbeitsschritte, wie zum Beispiel das Anbringen des Interieurs, sorgten bei den meisten Schülern für großes Staunen. Eines der unzähligen Highlights war unter anderem das Zusammenfügen des von Mercedes hergestellten Motors mit der Karosserie. Dieser Arbeitsschritt ist auch als „Hochzeit“ bekannt. Die Motorisierung der G-Klasse kann beliebig gewählt werden, wobei dem Käufer die Auswahl zwischen 240 bis 630 PS geboten wird.
Gegen Ende der Führung gab der Guide noch Informationen über die Zukunftspläne von Magna Steyr bekannt. Der künftig produzierte 5er BMW soll rund 3000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Alles in allem war das Feedback der Schüler und Schülerinnen ausnahmslos positiv. Denn nicht nur der Produktionsverlauf hat für Faszination gesorgt, auch die Karrierechance bei Magna Steyr dürften für den einen oder die andere interessant gewesen sein.
(Alex Wirth, 8B)

Ich besuchte die südafrikanische Papierfirma SAPPI. Zuerst erhielten wir von unserem Guide verschiedene Informationen über die Firma, da es im Gebäude aufgrund des Lärms nur schwer möglich ist, etwas zu verstehen. So erfuhren wir, dass SAPPI seit einigen Jahren das Papier komplett chlorfrei bleicht, was viel umweltfreundlicher ist. Auch dass der Großteil des produzierten Papiers in alle möglichen Länder exportiert wird und nur ein sehr geringer Teil in Österreich bleibt, ist erstaunlich. Des Weiteren legt SAPPI Wert auf eine große Arbeitssicherheit. So gab es seit über einem Jahr keinen größeren Arbeitsunfall. Wenn doch einmal etwas passiert, wird dieser Vorfall präventiv mit den Arbeitern besprochen.
Nun begann die eigentliche Führung durch die Fabrik. Bemerkenswert waren für mich persönlich die Größe der Papierrollen sowie die Roboter, die die fertigen Papierpaletten etikettieren. Fast alles, was früher mit der Hand gemacht wurde, geschieht heute automatisch.
Mir persönlich hat die Exkursion sehr gut gefallen. Auch wenn ich später nicht in diesem Bereich tätig sein möchte, war es für mich sehr spannend, einmal den Ablauf in solch einer riesigen Fabrik erleben zu können. Ich habe auf jeden Fall viele interessante Dinge dazugelernt.
(Kathrin Sumper, 8A)

In der Firma SAPPI werden Lehrlinge ausgebildet, die nach der Beendigung der Lehrzeit stets eine Arbeit in der Firma erhalten und somit gute berufliche Aussichten haben. Sehr beeindruckend war für mich die Tatsache, dass alle Lehrlinge jedes Jahr einen einwöchigen gemeinsamen und bezahlten Winter- oder Sommerurlaub antreten. Dieses Entgegenkommen spiegelt sich vor allem im Arbeitsklima wider, das auf uns Schüler äußerst angenehm und freundlich wirkte.
(Lea Egger, 8B)

Die Papierfabrik SAPPI ist ein südafrikanischer Konzern, daher auch der Name South African Pulp and Paper Industries. Hergestellt wird nicht gewöhnliches Papier, sondern gestrichenes Feinpapier, das zum Beispiel für Hochglanzmagazine, Kunstkalender oder andere hochwertige Druckwerke verwendet wird.
Ein Ziel der Fima ist es auch, möglichst nachhaltig zu produzieren – sowohl umweltfreundlich als auch wirtschaftlich. Das Papier wird aus Zellstoff hergestellt, der mit Sauerstoff und nicht, wie früher, mit Chlor gebleicht wird. Die Energie, die dafür benötigt wird, stammt aus eigenen Kraftwerken, die sich rund um das Firmenareal befinden. […]
In der Firma arbeiten riesige Maschinen an der Verarbeitung des Zellstoffs und die rund 1200 Mitarbeiter kontrollieren diese. In der Verpackung funktioniert bereits alles automatisch mithilfe von Robotern.
Gerade weil ich mich selbst nie über die Papierherstellung informiert hätte, aber im Zuge der Besichtigung viele interessante Dinge erfahren konnte, finde ich so eine Exkursion spannend und lehrreich.
(Julia Rosenzopf, 8B)
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