11.10.2014, 08:51 Uhr

Vom Nutztier zur Plage

Schon im alten Ägypten gab es Tauben. Damals wurden sie als Brief- oder Fleischtauben gezüchtet. Sie galten als schnellste Kommunikationsmöglichkeit und wurden auch noch im 2. Weltkrieg eingesetzt. Viele Zuchtstationen wurden jedoch durch Bomben zerstört und so verwilderten die Tauben und wurden langsam zur Plage.

KÜHNSDORF (sp). In einigen Städten werden Fütterungsverbote eingeführt um die Taubenplage in Griff zu bekommen. Doch das Taubenproblem gibt es längst nicht mehr in Städten alleine. In Kühnsdorf vor allem Kühnsdorf Mitte bis zum Colazzo sind vermehrt Beschwerden wegen den Tauben eingegangen. Aus diesem Grund wurde von der Gemeinde ein Rundschreiben an die Gemeindebewohner ausgesendet. Denn durch den aggressiven Kot werden Fassaden nicht nur verschmutzt sondern auch beschädigt. Der Kot stellt auch ein hygienisches Problem da. Felix Golavčnik einer der verärgerten Bewohner: „Die Tauben sitzen auch beim Eingangsbereich und können dort auf den Blitzableitern hervorragend sitzen.“ Die Gitter bei den Dachbalken nutzen nur teilweise, da viele verschoben wurden.
Ursache
Wie die Tauben nach Kühnsdorf gekommen sind, ist unklar. Jedoch wird davon ausgegangen, dass sie vermehrt beim Seniorenzentrum gefüttert werden, da besonders in Kühnsdorf Mitte bis zum Kühnsdorfer Einkaufsland ein großes Aufkommen der Tauben beobachtet wird.
Problemlösung
Für die Problemlösung in Kühnsdorf wurde Dr. Thomas Schneditz zur Hilfe gebeten. Der Experte rät: „Am ökologischsten ist das nicht füttern der Tauben. Sie finden selbst genug Futter.“ Dieser Rat ist auch aus tierschutzrechtlichen Gründen die beste. Auch mit Taubenzacken, Netzen, Pasten oder Ultraschall lassen sich Tauben verjagen.
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