30.03.2016, 07:37 Uhr

AVS Tagesstätte Völkermarkt: Seit zehn Jahren ein Ort für die ältere Generation

Heimhilfe Heidi Fellner (li.) mit Franziska Ramnig beim Frühstück

Die AVS Tagesstätte in Völkermarkt gibt es seit zehn Jahren. Kampf gegen sinkende Klientenzahlen.

VÖLKERMARKT. Unterhalb des Kindergartens auf der Ritzing, im großen Gebäudekomplex der Seniorenwohnanlage, befindet sich die AVS Tagesstätte. Eingerichtet mit Küche, Wohnzimmer, zwei Ruheräumen und Waschräumen wirkt die Tagesstätte auf den ersten Blick eher wie eine große Wohnung.
"Die Klienten sollen sich bei uns wohl fühlen", erklärt die stellvertretende Leiterin Ulrike Kurnik. Zwei qualifizierte Mitarbeiter sind immer anwesend und betreuen die maximal fünf Klienten pro Tag, die entweder halb- oder ganztags an einem oder mehreren Wochentagen in der Tagesstätte bleiben können. "Wir sind ausgerichtet auf die Betreuung von alten Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und auch Demenzerkrankungen", ergänzt Kurnik.


Viele Gestaltungsmöglichkeiten

Nach einem gemeinsamen Frühstück ab 8 Uhr, haben die Klienten viele Möglichkeiten, den Tag zu gestalten. Neben Spielen und Gedächtnistrainings wird gemeinsam mit den Mitarbeitern gemalt, im Garten gearbeitet oder in der Küche gebacken. "Es ist außerdem möglich, Körperpflege mit Fachpersonal zu erhalten oder einen Termin beim Frisör im Haus auszumachen", so die stellvertretende Leiterin weiter.
In den Nachmittagsstunden ziehen sich einige der älteren Menschen gerne in die Ruheräume zurück.

Entlastung für pflegende Angehörige

"Wenn Angehörige Wege zu erledigen haben und niemand Zuhause ist, fühlen sie sich einfach sicherer, wenn sie wissen, dass ihre Eltern oder Großeltern bei uns gut versorgt werden", so Kurnik, "Zudem ist die Tagesstätte eine Entlastung für pflegende Angehörige".

Sinkende Klientenzahl

Trotz des umfangreichen Angebotes kämpft die Tagesstätte mit sinkenden Klientenzahlen. "Viele Menschen wissen gar nicht, dass es uns gibt und natürlich spüren wir die steigende Zahl an 24-Stunden-Hilfen im Bezirk", gibt Kurnik zu Bedenken. Neben den Kosten stellt auch das Bringen und Abholen manche Angehörige vor zeitliche Herausforderungen.

Doch bei den gemeinsamen Tätigkeiten in der Tagesstätte blühen die betagten Damen und Herren oft wieder auf. Das weiß auch Heimhilfe und Animateurin Heidi Fellner, die seit dem ersten Jahr dabei ist: "Manche bringen ihre Angehörigen zu uns, damit sie wieder aus dem Haus kommen und Kontakte knüpfen. Viele haben daheim niemanden zum reden." Und in geselliger Runde gibt es immer etwas zu erzählen - und vor allem auch zu lachen.

ZUR SACHE:


Die AVS Tagesstätte

in Völkermarkt hat von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Betreuungskosten

betragen für einen ganzen Tag 40,93 Euro und für einen halben Tag 24,55 Euro.

Es gibt die

Möglichkeit eines kostenlosen Erstbesuches.

Infos:

www.avs-sozial.at
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