06.02.2018, 08:43 Uhr

Bezirksjägertag am Goldbrunnhof

Bezirksjägermeister Franz Koschuttnigg mit seinem Stellvertreter Thomas Gadner (hinten, von links) mit den Ehrengästen

Umfassend wurden Jäger an der LFS Goldbrunnhof über das Jagdjahr 2017 informiert.

VÖLKERMARKT. Am Samstag gingen in der LFS Goldbrunnhof die Hegeschau und der Bezirksjägertag über die Bühne, an der rund 430 Jäger teilnahmen. Der Bezirksjägertag fand zum zweiten Mal in dieser Größenordnung statt, nahmen doch alle Hegeringe (außer Bad Eisenkappel aufgrund der 750-Jahr-Feier) daran teil.

Höchste Abschusszahlen

Aktuell sind 1.093 Jäger (davon 190 Frauen) im Bezirk aktiv. Laut Bezirksjägermeister Franz Koschuttnigg gab es im Vorjahr bei Rot- und Rehwild die höchste Zahl an Abschüssen, die je im Bezirk gezählt wurde. "Rund 70.000 kg wertvollstes, gesundes Wildbret wurde produziert", so Koschuttnigg (Details siehe "Zur Sache").


Sturmtief "Yves"

Die Zahl des Niederwildes steigt durch Ökomaßnahmen und Biodiversitätsflächen von Landwirten und Jägern. Auf den Freiflächen, die durch Sturmtief "Yves" im Dezember entstanden sind, müssen Maßnahmen gemeinsam mit Grundbesitzern, wie verstärkte Bejagung, getroffen werden. Bezirksforstinspektor Franz Pikl sprach von rund 1.000 Hektar Freifläche, die durch den Sturm entstanden sind.

Nummer eins bei Fallwild

Fallwildreferent Bezirkspolizeikommandant Klaus Innerwinkler legte mit 592 Stück Wild, das 2017 dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist, den höchsten Wert seit dem Jahr 2006 (629) vor. Damit liegt der Bezirk Völkermarkt nach wie vor an erster Stelle in Kärnten. "Trotz dieser traurigen Zahlen tun wir viel, um die Gefahr zu verringern", so Innerwinkler. Er appelliert an alle Autofahrer, Warnzeichen ernst zu nehmen und dementsprechend langsam zu fahren.

Zur Sache:

Die Gesamtentnahme beim Schalenwild betrug 2017 3.826 Stück (davon unter anderem 353 Stück Rotwild und 3.068 Stück Rehwild)
Die Jagd im Bezirk umfasst zehn Hegeringe, 140 Reviere (davon 53 Gemeindejagden und 87 Eigenjagden)

Zahlen und Fakten zum Fallwild:

• 2017 fielen 592 Stück Wild dem Straßenverkehr zum Opfer (2016 waren es 554 Stück). Das ist der höchste Wert seit 2006 (629 Stück).

• Die größten Zunahmen 2017 gab es in den Hegeringen Griffen (von 66 auf 92 Stück) und Bleiburg (von 108 auf 131 Stück).

• Unter dem Fallwild waren im Vorjahr auch zwei Fischotter, drei Biber, drei Eulen und sechs Rebhühner. "Dass Fischotter und Biber auch überfahren werden, zeigt, dass ihre Zahl steigt", so Referent Klaus Innerwinkler.

• Der Bezirk Völkermarkt liegt mit diesen Zahlen auf Platz eins beim Fallwild in Kärnten, gefolgt vom Bezirk Klagenfurt/Klagenfurt Land (572 Stück).

Ehrungen:

Zahlreiche Ehrungen gab es im Rahmen des Bezirksjägertages, unter anderem für Edelreich Polesnig, Josef Lipusch und Franz Tschernko (Ehrenzeichen in Silber), Karl Pleschenberger (Ehrenzeichen in Gold), Franz Janesch und Karl Slamanig (Ehrenzeichen in Bronze), Norbert Ferk (Ehrenzeichen für besondere Verdienste), Hubert Kordež, Franz Reinwald, Hermann Besser, Johann Matschek und Dietmar Skofitsch (Ehrenzeichen für 40 Jahre Mitgliedschaft).
"Krankheitsbedingt konnten einige Ehrungen nicht durchgeführt werden. Diese werden nachgeholt", so Bezirksjägermeister Franz Koschuttnigg.
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