14.03.2017, 08:04 Uhr

Diese Initiative betrifft alle Bereiche der Polizeiarbeit

Bezirkskriminalreferent Chefinspektor Rudolf Stiff und Bezirkssicherheitskoordinator Günther Kazianka (von links)

GEMEINSAM.SICHER geht Hand in Hand mit allen Bereichen der täglichen Polizeiarbeit.

VÖLKERMARKT (sj). Die aktuelle Kriminalstatistik der Polizei listet Völkermarkt unter den fünf sichersten Bezirken in Österreich auf. Damit das auch in Zukunft so bleibt und sich noch weiter verbessert, arbeitet GEMEINSAM.SICHER-Bezirkskoordinator Günther Kazianka eng mit dem Bezirkskriminalreferenten Chefinspektor Rudolf Stiff zusammen. "Diese Zusammenarbeit ist eine wichtige Säule, um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu heben und Kriminalität zu bekämpfen", erklärt Kazianka.

Vorträge in Asylheimen

Weiters setzt Kazianka im Rahmen der Initiative GEMEINSAM.SICHER auf Vorträge in Asylwerberheimen: "GEMEINSAM.SICHER betrifft uns alle. In den Vorträgen vermittle ich, dass wir ein Rechtsstaat sind und man sich an unsere Regeln halten muss." Der Bezirkssicherheitskoordinator zeigt auch kulturelle Unterschiede auf: "So kann man die Integration positiv fördern." Die Asylwerber nehmen das Angebot gerne an und stellen viele Fragen.
Was aus der Kriminalstatistik hervorgeht, ist, dass es immer mehr fremde Straftäter in Österreich gibt. "Auch dem können wir mit den aufklärenden Vorträgen in Asylwerberheimen begegnen", so Kazianka. Wenn das Fremde vertraut wird, hebt es das Sicherheitsgefühl auf beiden Seiten – in der Bevölkerung und auch aufseiten der Asylwerber.

Initiative in Schulen

Ein weiterer Punkt, an dem Kazianka ansetzt, ist GEMEINSAM.SICHER in die Schulen zu bringen, mittels Informationen für Schüler, Lehrer und Eltern über Mobbing, Gefahren im Internet und vieles mehr: "Hier geht es darum, dass, wenn man über Gefahren Bescheid weiß, man selbstsicherer durchs Leben geht."

Austausch mit Kollegen

Im Mai fahren Kazianka und Stiff nach München, um sich mit dem Hauptkommissariat der Stadt auszutauschen. "Natürlich kann man München nicht mit Völkermarkt vergleichen, aber wir wollen sehen, was die deutschen Kollegen für das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung tun", sagt Stiff. "Wir werden im Sinne der Qualitätssicherung sicher viele Ansätze mitnehmen können, die sich auch bei uns umsetzen lassen."

Wertvolle Initiative

Seit die Initiative GEMEINSAM.SICHER läuft, spürt Kazianka einen Anstieg an Anfragen für Vorträge: "Ich bekomme auch mehr Informationen aus der Bevölkerung. Subjektiv empfinde ich, dass das Vertrauen in die Polizeiarbeit noch mehr gestiegen ist." Auch Bezirkskriminalreferent Stiff bezeichnet die Initiative als wertvoll: "GEMEINSAM.SICHER ist nicht getrennt von der restlichen Polizeiarbeit, sondern geht Hand in Hand mit den anderen Bereichen. Wir laden die Bevölkerung ein, mitzuwirken, und sind für ihre Ideen offen."
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