22.05.2017, 11:41 Uhr

Drauradweg soll ausgebaut werden

Christian Benger ist für den Ausbau des Drauradweges (Foto: KK)

Slowenien will in den Radweg entlang der Drau bis zur kroatischen Grenze 15 Millionen Euro investieren.

Bei einer gemeinsamen Ausfahrt mit Christian Benger, Renata Martincic, der stellvertretenden Direktorin der Generaldirektorin für Tourismus im Wirtschaftsministerium Sloweniens, Uros Rozmann von der Aktionsgemeinschaft Drauradweg in Slowenien sowie Paco Wrolich, Radkoordinator Kärnten Werbung von Lavamünd bis Dravograd haben heute, Donnerstag, beide Länder ihr Bekenntnis zum Ausbau des Drauradweges erneuert. „Der Drauradweg muss international werden, grenzüberschreitend und damit länger. Derzeit 360 Kilometer sind zu kurz für die nächste Liga“, sagt Benger anlässlich der gemeinsamen Pressekonferenz in Dravograd. Möglich ist der Ausbau quer durch Slowenien bis zur kroatischen Grenze und darüber hinaus. „Ein Drauradweg bis Belgrad ist eine Vision. Der Ausbau bis Varazdin in Kroatien liegt nahe“, so Benger.

Slowenien engagiert sich für Ausbau

Seit 2015 wird in Slowenien engagiert am Ausbau bzw. der Verlängerung des Drauradweges gearbeitet, eine Lücke bis Marburg wird heuer noch geschlossen. Uros Rozmann von der Aktionsgemeinschaft Drauradweg in Slowenien bestätigt, dass der raschere Ausbau nun erfolgt und dass „15 Millionen Euro in die 150 Kilometer lange Strecke bis zur kroatischen Grenze investiert werden“. Meist aufgelassene Bahnlinien werden für den Ausbau adaptiert. 18 Gemeinden haben sich auf slowenischer Seite für den Ausbau zusammengeschlossen. Slowenien tue alles, um den Drauradweg attraktiv zu machen, bestätigt auch Renata Martincic, doch sei das Thema Rad auch für die Entwicklung des Tourismus in Slowenien unerlässlich.

Schifahren des Sommers

„Wir drehen gemeinsam an einem Rad. Der Radtourismus boomt, von einem Fernradweg profitieren alle Beteiligten, das beweisen andere Fernwege. Radfahren wird das Schifahren des Sommers“, weist Benger hin. Benger verweist auf den Alpen Adria Trail mit 72.000 Übernachtungen, 4,7 Mio. Umsatz, 20.000 Tageswanderer und rund 12.000 Radfahrer im Zug Udine-Villach in einem Jahr.
Vor allem die Auszeichnung des Drauradweges durch den ADAC auf der ITB Berlin 2015 zum fünf-Sterne-Radweg habe die Überzeugung auf allen Seiten verstärkt, einen internationalen Fernradweg entstehen zu lassen. Immerhin gab es bis dahin nur vier Radwege in Europa, die fünf Sterne tragen dürfen.
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