04.07.2017, 11:03 Uhr

Einbruchsschutz für Gewerbebetriebe

Reinhold Janesch, Nicole Malle, Daniel Orasche, Rudolf Stiff und Günther Kazianka (v. li.) bei der Presseinformation
VÖLKERMARKT (sj). Im Rahmen der Initiative "Gemeinsam.Sicher" des Innenministeriums startet das Bezirkspolizeikommando Völkermarkt gemeinsam mit der Bezirksstelle der Wirtschaftskammer, dem Wirtschaftsverein Zukunft Völkermarkt und der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten eine Offensive zum Eigentumsschutz bei Gewerbebetrieben. Dafür luden sie zur gemeinsamen Presseinformation. Durch eine ähnlich gelagerte Offensive für Wohnungs- und Hausbesitzer konnten die Einbrüche in diesem Bereich von 35 im Jahr 2015 auf 15 im Jahr 2016 verringert werden.

Geringe Aufklärungsquote

"Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen in Gewerbebetrieben ist leider marginal und liegt bei unter zehn Prozent", erklärt der Leiter des Kriminalreferates, Chefinspektor Rudolf Stiff. Das soll sich nun ändern. Mit Bezirkssicherheitskoordinator Günther Kazianka soll die kriminalpolizeiliche Beratung speziell auch bei Hotels am Klopeiner See bekannter gemacht werden: "Mit Partnern aus der Wirtschaft erreichen wir mehr Aufmerksamkeit für unser Ziel."


Gefahr USB-Sticks

Davon ist auch Daniel Orasche, Geschäftsführer der Tourismusregion, überzeugt. Er spricht bei Treffen mit Unternehmern schon länger das Thema Sicherheit an: "Wir sind bei dieser Initiative nicht nur am Papier, sondern aktiv dabei." Aktuell warnt Orasche vor absichtlich liegen gelassenen USB-Sticks, die, wenn sie an einen PC angeschlossen werden, großen Schaden anrichten können.

"Erst nach Einbruch aktiv"

"Profi-Einbrecher suchen sich gerne Gewerbebetriebe aus, da es hier meist Vermögenswerte in konzentrierter Form gibt", weiß WK-Bezirksstellenleiter Reinhold Janesch, "Viele Unternehmer werden erst aktiv, nachdem es einen Einbruch gegeben hat."
Geschäftsführerin Nicole Malle vom Wirtschaftsverein will die Präventionsbeamten der Polizei zu den Unternehmer-Stammtischen einladen: "So erreichen wir neben Newslettern und Facebook die Unternehmer persönlich."

Zur Sache: Tipps für die Geschäftssicherheit

• Einbruchshemmende Türen (Ö-Norm B 5338 ab Widerstandsklasse 4)
• Einbruchshemmende Fenster. Fixverglasung auf den Wert der Waren abstimmen.
• Alarmanlage in Kombination mit mechanischen Sicherungen. Die Alarmauslösung sollte erfolgen, bevor die mechanischen Sicherungen überwunden wurden.
• Mit Klebebandmarkierungen an der Tür kann die Körpergröße eines Täters leichter geschätzt werden
• Von Kunden nicht in Kassa sehen lassen
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