21.09.2014, 09:15 Uhr

Hochwasserschutz Gösselsdorf - Suchabach abgeschlossen

so hat es begonnen
Eberndorf: Gösselsdorf |

Hochwasserschutz Gösselsdorf-Suchabach abgeschlossen.

Was am 13. September 2011 begonnen wurde hat seinen Abschluss am 19. September 2014 gefunden. An diesem Tag wurde die Hochwasserschutzanlage Gösselsdorf-Suchabach offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Nach jahrelanger Verhandlungs- und Planungsphase erfolgte am 19. September 2011der erste Spatenstich für die Hochwasserschutzmaßnahmen südlich und im Ortsbereich von Gösselsdorf. Es galt 193 Objekte in Gösselsdorf vor einem möglichen 100-jährigen Hochwasser zu schützen. Im Jahr 1998 war der Ort noch knapp einer Überflutung entgangen.
Die für einen wirksamen Hochwasserschutz notwendigen Baumaßnahmen erstrecken sich in einer Abflussertüchtigung und Sohleintiefung des Bachbettes und der Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens.
Die Abflussertüchtigung des Suchabaches auf 23 Kubikmeter Wasserdurchfluss in der Sekunde wurde durch Dammerhöhungen geschaffen. Die Sohleintiefungen auf einer Länge von 1300 Metern im Ortsbereich von Gösselsdorf tragen ein Übriges bei.
Das Hochwasserrückhaltebecken wurde auf ein Fassungsvermögen für ca. 180.000 Kubikmeter Wasser ausgebaut und dient der Verringerung der Hochwasserspitzen von 48 auf 23 Kubikmeter in der Sekunde. Um die Rückhaltewirkung optimal nutzen zu können, wird es erst bei größeren Hochwassern (11 Kubikmeter/Sek.) befüllt. Da das Rückhaltebecken statistisch gesehen einmal in zehn Jahren zum Einsatz kommen wird, wurde auch eine Freiraumplanung für die Bevölkerung vorgesehen. Diese besteht aus einem Grillplatz mit Zugang zum Wasser, einer Aussichtsplattform und einem Feuchtbiotop als Rückzugsraum für Tiere. Bei Hochwasser kann das Naherholungsgebiet im Rückhaltebecken nicht genutzt werden, es besteht Lebensgefahr!
Die Kosten für das Bauprojekt betragen fast 4.000.000 Euro und werden zu 48 % vom Bund, 36 % vom Land Kärnten und 16 % von der Marktgemeine Eberndorf getragen.
Insgesamt wurden 120.000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben (10.900 LKW-Fuhren). Mit 550 LKW-Fuhren wurden 9.300 Tonnen Wasserbausteine transportiert und verbaut. Für das Grundablassbauwerk am Damm wurden 2.000 Kubikmeter Beton verarbeitet.
Doch nicht nur auf dem Gemeindegebiet von Eberndorf-Gösselsdorf wurden Schutzmaßnahmen errichtet. Bereits südlich der Bundesstraße 83, im Bereich der Gemeinde Sittersdorf-Altendorf wurden Verbauungsmaßnahmen durchgeführt um das Geschiebe, das der Bach vor allem im Frühjahr nach der Schneeschmelze mit sich führt, abzufangen. Auf der Flußstrecke nördlich der Bundesstraße 83 bis zum Rückhaltebecken bei Gösselsdorf wurde der Bach weitgehendst in seinem natürlichen Bett belassen.
Trotz des hohen Aufwands an Bau- und Sicherungsmaßnahmen ist ein absoluter Schutz vor Hochwasser nicht möglich.
Im Beisein von hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, bauausführenden Firmen und zahlreichen Gösselsdorfer Bürgern konnte der Bürgermeister der Marktgemeinde Eberndorf, Gottfried Wedenig, die Anlage ihrer Bestimmung übergeben.
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