04.10.2017, 16:51 Uhr

MIT VIDEO: Am Biohof Kapp hat Dracula keine Chance

Petra und Josef Kapp mit ihren Bio-Produkten rund um den Knoblauch. Auch Freilandeier haben sie im Angebot

Der Biohof von Petra und Josef Kapp in Eberndorf ist bekannt für seinen Knoblauch.

EBERNDORF (sj). Alles begann im Jahr 2011 als sich Petra Kapp (30) in ihrer Karenz mit dem Anbau und Verkauf von Gemüse ein Taschengeld dazuverdienen wollte. „Mein Mann riet mir, einen Bio-Berater anzurufen. Dieser empfahl mir dann, Knoblauch anzubauen, da dieser in Bio-Qualität gerade gefragt ist“, erinnert sich die vierfache Mama.


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Nachfrage übersteigt Angebot

Also kauften die Kapps „einmal zum ausprobieren“ 40 kg Knoblauch-Saatgut und setzten ihn auf 500 m2. Im Jahr darauf ernteten sie die ersten 200 kg Bio-Knoblauch, der schnell ausverkauft war. Mittlerweile bauen die Kapps jedes Jahr im Herbst auf 1,5 Hektar eine Wintersorte Knoblauch an. 900 kg Saatgut wird dafür verwendet. Die Nachfrage übersteigt aber noch immer das Angebot.

Beliebte Knoblauchpaste

„Wir liefern mittlerweile in ganz Kärnten“, sind die Kapps stolz, die ihre Landwirtschaft im Nebenerwerb führen. Der Großteil wird ab Hof verkauft, den Bio-Knoblauch gibt es aber auch beim Spar in Eberndorf oder im Bioladen in Völkermarkt. Besonders gefragt ist die Knoblauchpaste, die Petra Kapp selbst herstellt und die es nur am Hof zu kaufen gibt: „Die Paste ist bei Fleischern sehr beliebt, wir haben sie aber auch in 200 Gramm-Gläsern für den Hausgebrauch.“ Die Vorteile der Paste liegen auf der Hand: es gibt kein Austreiben der Knoblauchzehen mehr und mit Salz haltbar gemacht hält sie gekühlt ein Jahr lang.


Selbstgebaute Erntemaschine

Für die Lagerung, Trocknung und Verarbeitung des Bio-Knoblauchs haben die Kapps einen Verarbeitungsraum im Nachbarort Buchbrunn. Dort befinden sich in einer Halle auch alle Maschinen, die Josef Kapp für den Knoblauch-Anbau und die Ernte braucht. Besonders stolz ist er auf seine selbstgebaute Erntemaschine, die er genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt hat.

Gartenschere gegen Unkraut

Im wahrsten Sinne des Wortes Handarbeit bleibt jedoch die Unkrautbekämpfung am Knoblauch-Feld. „Hier gehen wir zu Fuß durch die Reihen und schneiden das Unkraut mit einer Gartenschere“, berichtet Petra Kapp. Doch die Arbeit macht sich bezahlt, wie die Nachfrage beweist.

Pläne für die Zukunft

Für die Zukunft planen die Kapps einen Hofladen mit Selbstbedienung. „Wir möchten die gesamte Landwirtschaft so aufbauen, dass einer von uns daheim bleiben kann“, verrät Josef Kapp (30). Neben den Produkten rund um den Bio-Knoblauch bieten sie außerdem Freilandeier an und sind auch gerade dabei eine kleine Schweinezucht aufzubauen.

Der Betrieb:

Name: Biohof Kapp in Eberndorf
Produkte: Bio-Knoblauch, Knoblauchpaste, Soja-Knoblauch-Öl, eingelegter Knoblauch, Freilandeier
Infos: https://www.facebook.com/BioKnoblauchBioFreilandei...

Wissenswertes über Knoblauch:

„Knoblauch ist an sich keine heikle Pflanze. Der Boden sollte nur nicht zu schwer und lehmig sein“, weiß Josef Kapp.

Der Landwirt baut eine Wintersorte Knoblauch auf 1,5 Hektar an. Anbauzeit ist im Oktober/November, Erntezeit im Juni.

Knoblauch wird seit jeher auch als Heilpflanze gesehen: Er wirkt antibakteriell, reinigt das Blut und entgiftet den Körper.
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