22.11.2017, 09:15 Uhr

Neue App straft Falschparker ab

Die Initiatoren Philipp Slaje, Michael Kolesnik und Alfred Glinik (von links) (Foto: Glinik)

Mit der App "MeinBesitz" sollen verstellte Parkplätze und Einfahrten der Vergangenheit angehören.

BLEIBURG, GRAZ (sj). Philipp Slaje aus Graz ist Geschäftsführer des Co-Working-Spaces "Spaceland" in Graz. Da er selbst oft darunter litt, dass Falschparker seine Kunden-Parkplätze verstellten, kam er mit dem aus Bleiburg stammenden Programmierer Michael Kolsenik auf die Idee, die kostenlose App "MeinBesitz" zu entwickeln. Diese ermöglicht es in wenigen Schritten, eine Besitzstörung einem Rechtsanwalt zu melden (Details siehe "Zur Sache"). 

App als Schnittstelle

"In der unkomplizierten Abwicklung via App liegt der Vorteil. Außerdem werden die Kosten für die Aufforderung zur Unterlassung durch den Rechtsanwalt von der MeinBesitz-App getragen", so Kolesnik. Vorausgesetzt natürlich, der Melder ist wirklich Besitzer des Parkplatzes oder der verstellten Einfahrt und hat dies auch ausreichend beschildert. "Wir sind die Schnittstelle zwischen Melder und Rechtsanwalt", sagt Kolesnik.
Vereinfachter Prozess
Kommunikationsberater Alfred Glinik aus Bleiburg vernetzte die beiden Ideengeber mit Anwälten, die ihre App prüften und sich dann bereit erklärten, selbst die Meldungen via App aufzunehmen und weiterzuverfolgen. "Die Vereinfachung dieses Prozesses soll auch die Hemmschwelle sinken lassen, solche Vergehen anzuzeigen", ergänzt Glinik.


So funktioniert's

Nachdem man die App installiert hat, sendet man ein Foto des Fahrzeuges und die restlichen Informationen via App ab. Ein Rechtsanwalt nimmt die Meldung auf, eruiert die Personalien des Fahrzeughalters und verfasst an diesen ein Schreiben mit der Aufforderung der Unterlassung der Kostenübernahme.
Bei erfolgreicher Abmahnung bekommt der App-Nutzer die vom Falschparker unterschriebene Unterlassungserklärung durch den Rechtsanwalt übermittelt. Dem Nutzer entstehen bis zu diesem Zeitpunkt keine Kosten, auch dann nicht, wenn das außergerichtliche Aufforderungsschreiben erfolglos war. Sollte der Nutzer dann jedoch eine Besitzstörungsklage bei Gericht einbringen wollen, weil das Schreiben ignoriert wurde, ist dies nur mehr persönlich mit dem Rechtsanwalt möglich.
"Es kommt nur sehr selten vor, dass Falschparker das Schreiben ignorieren und es auf eine Klage ankommen lassen. Sie wissen ja, dass sie etwas Falsches gemacht haben", erklärt Glinik.

Zur Sache:

Die kostenlose App "MeinBesitz – Weil es Ihr Recht ist" ist seit rund zwei Wochen auf dem Markt. Meldungen aus ganz Österreich werden entgegengenommen und bearbeitet.
Download: Die App kann auf www.meinbesitz.at heruntergeladen werden.
Seit der Veröffentlichung gab es laut Alfred Glinik bereits einige tausend Zugriffe auf die App.
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