20.04.2017, 12:11 Uhr

Spende für Erdbebenopfer

Es wurden 150 Kilogramm Käse von betroffenen Bauern gekauft (Foto: KK)

Die Gemeinde St. Kanzian hat 150 Kilogramm Käse gekauft, um den Erdbebenopfern in Italien zu helfen.

ST. KANZIAN. Italien wird immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht. Grund für die Beben sind riesige Spannungen, die sich im Untergrund aufbauen. So erschütterten drei schwere Erdbeben am 18. Jänner binnen einer Stunde Mittelitalien. Das Epizentrum lag laut Erdbebenwarte in rund zehn Kilometern Tiefe zwischen der Abruzzen-Stadt L'Aquila und der Stadt Rieti in der Region Latium, nahe der Stadt Amatrice. Diese Gegend wurde bereits 2016 von einer Serie von Erdbeben heimgesucht, wobei ganze Orte zerstört wurden. Zum Glück gab es keine Todesopfer zu verzeichnen, doch die Schäden, die diese Beben angerichtet haben, sind nur schwer finanziell abzugelten.

Betroffenen Bauern helfen

Solidaritätsbekundungen mit der Bevölkerung kamen aus ganz Europa. So hat sich auch die Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See sofort dazu bereit erklärt, den betroffenen Regionen unter die Arme zu greifen. Nach einem Gespräch zwischen Bürgermeister Thomas Krainz und der Bürgermeisterin der Partnergemeinde San Canzian d´Isonzo Silvia Caruso wurde entschieden, die Bauern aus den betroffenen Regionen durch den Ankauf von regionalem Käse zu unterstützen. Die Gemeinde kaufte 150 Kilogramm Käse im Wert von 1.500 Euro.

Käse weiterverkauft

In weiterer Folge wurden der Käse nur durch Mundpropaganda von Gemeinderätin Maria Kruschitz und Reinhold Starc im K3 zum Selbstkostenpreis weiterverkauft.
“Diese Aktion ist von den Gemeindebürgern sehr gut angenommen worden. Der Käse war bei uns binnen weniger Stunden ausverkauft und wir hätten sogar noch mehr verkaufen können. Es freut uns sehr, wenn wir der Region helfen konnten", so Maria Kruschitz.
Bürgermeister Krainz plant bereits eine weitere Abnahme von Käse in ein bis zwei Monaten: „Wir wissen, dass das in Anbetracht der Schäden für die Bewohner vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, doch wollen wir hiermit unser Mitgefühl für die Betroffenen der Region ausdrücken.“
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