12.10.2014, 22:04 Uhr

Vier helfende Hände in Uganda

Nadine Puschl mit zwei HIV-infizierten Kindern in Krankenhaus in Kampala (Foto: KK)
DÜRRENMOOS. Ein nicht alltägliches Praktikum haben die beiden angehenden Krankenschwestern Nadine Puschl aus Dürrenmoos und Nicole Stinig aus Spittal an der Drau hinter sich: sie arbeiteten diesen Sommer sieben Wochen in Uganda.
Bereits 2013 war Puschl zwei Wochen dort und knüpfte Kontakte. "Als wir uns ein Wahlpraktikum aussuchen durften, nutzte ich meine Kontakte und so kamen Nicole und ich nach Uganda", erzählt Puschl.
Die ersten vier Wochen arbeiteten die beiden in einem Krankenhaus für HIV/Aids-Infizierte in der Hauptstadt Kampala. Zwischen 200 und 300 Patienten kamen täglich zu den Bungalows, um sich untersuchen zu lassen und ihre Medikamente abzuholen. Eine stationäre Aufnahme gab es nur für rund 30 Kinder. "Sie hatten meist zusätzlich zu ihrer HIV-Infektion noch Tuberkulose oder Malaria", erklärt Puschl, "wir haben die Visiten begleitet, uns in der Bibliothek weitergebildet und mit den Kindern gespielt."
Die restlichen Wochen verbrachten die beiden in einem Dorfkrankenhaus außerhalb der Stadt. "Hier durften wir viel mehr tun", so Stinig, "da fast nie ein Arzt da war, durften wir Impfungen vornehmen, Schwangerschaftsuntersuchungen machen und Medikamente austeilen." Highlights waren jedoch zwei Geburten, bei denen Puschl und Stinig mithelfen durften. "Das war sehr aufregend, vor allem, da es bei einer Geburt anfangs nach Komplikationen aussah. Aber es ist alles gut gegangen", sagt Puschl.
Während ihres Aufenthaltes in Uganda waren die Kärntnerinnen bei Marsha Kizza untergebracht, die die ehrenamtliche Organsiation ALCCU leitet. Kizza kümmert sich um Kinder in Uganda und betreibt auch eine Schule. Nun sind Puschl und Stinig Botschafterinnen für ALCCU in Österreich. "Kizza sucht immer Freiwillige, die zum Beispiel helfen können, die Schule weiter aufzubauen oder zu unterrichten", erklärt Stinig. Interessierte können sich bei den beiden Kärntnerinnen melden oder sich im Internet oder auf Facebook informieren. Allerspätestens in zwei Jahren wollen Puschl und Stinig wieder nach Uganda: "Die Menschen haben fast nichts, aber sie machen trotzdem das beste daraus und genießen ihr Leben."
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