16.05.2018, 10:46 Uhr

WOCHE-Test im Hochseilgarten: Mutprobe in den Baumkronen

Da haben noch alle gelacht: Anna Salzmann, Sabrina Sternjak, Kristina Orasche (v. li.)

Die WOCHE Völkermarkt testete vorab den neuen Hochseilgarten in der Walderlebniswelt am Klopeiner See.

ST. KANZIAN. Einfach nicht runterschauen! – Diesen obligatorischen Ratschlag erhalten Menschen mit Höhenangst oft. Dass er tatsächlich etwas bringt, hat das Team der WOCHE Völkermarkt vergangene Woche erfahren, als Geschäftsstellenleiterin Sabrina Sternjak, Redakteurin Kristina Orasche, Kreativassistentin Anna Salzmann und ich (Leiterin der Redaktion Simone Jäger) den neuen Hochseilgarten in der Walderlebniswelt in St. Kanzian testen durften. Offiziell eröffnet wird er am Pfingstsonntag (Details siehe "Zur Sache").
Eines vorweg: Dieser Hochseilgarten ist nichts für Leute, denen schon beim Fensterputzen im ersten Stock schwindlig wird. Man ist zwar doppelt gesichert, dennoch erfordern die 45 Elemente, die man bewältigen muss, Balance, Trittsicherheit und Mut. Sonst hängt man – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Seilen und muss, wenn es nicht mehr anders geht, von einem der Guides abgeseilt werden.

Zwischen den Baumwipfeln

Den Parcours planten und bauten die beiden Lavanttaler Michael Mautz und Christian Grübler von "BergerlebniSee", die auch für den neuen Klettersteig am Griffner Schlossberg verantwortlich zeichnen. Die Bauzeit betrug drei Monate und nun können Walderlebnispark-Besucher, die mindestens sieben Jahre alt und 1,20 m groß sind, zwischen den Bäumen auf wackeligen Brettern balancieren, auf einem Schlitten rutschen oder von einer Plattform zur nächsten schaukeln.

Nicht runterschauen!

Womit wir beim eingangs erwähnten Ratschlag wären: Bei den einzelnen Elementen empfiehlt es sich wirklich, nicht runterzuschauen, sondern die nächste Plattform anzuvisieren. Zumindest gilt das für den Großteil unseres WOCHE-Teams, abgesehen von Anna Salzmann, die völlig schwindelfrei und flink wie ein Eichhörnchen in den Baumwipfeln agiert und den Parcours locker schafft.
Für Kristina Orasche ist beim Schaukel-Element Schluss mit lustig und auch ich scheitere an diesem Hindernis fast. Wie wir ganz persönlich den Hochseilgarten erlebt haben, erfahren Sie in den Kommentaren (unten).

Zur Sache:

Was: Eröffnung des neuen Hochseilgartens in der Walderlebniswelt
Wann: Pfingstsonntag, 20. Mai
Planer und Bauer: Michael Mautz und Christian Grübler von "BergerlebniSee"
Kosten: rund 100.000 Euro
Eigentümer der Walderlebniswelt sind Dieter Petritsch (Eigentümer der Waldparzelle), Lukas Würfler, Franz Slamanig und Holzbau Smretschnig

Kommentare:

Simone Jäger: Mindestalter sieben Jahre, Mindestgröße 1,20 m. Ok, diese Voraussetzungen klingen ja mal nicht so schlimm, denke ich mir. Die ersten Übungen in einem halben Meter Höhe schauen auch noch harmlos aus. Aber dann geht's los! Immer höher hinauf und immer waghalsiger die Hindernisse. Die Schaukel lässt mich fast aufgeben, aber angefeuert von meinen Kolleginnen halte ich durch, mit weichen Knien und voller Harz, weil ich mich ständig an die Bäume klammere. Fazit: Ich bin stolz, es geschafft zu haben. Noch mal brauche ich das aber nicht.

Kristina Orasche: Der Hochseilgarten ist nichts für schwache Nerven. Man ist zwar doppelt gesichert und eigentlich weiß man das auch, trotzdem zittern doch die Knie, wenn man auf einer der Plattformen steht. Die ersten Hindernisse sind kein Problem, aber der Parcours wird immer waghalsiger. Dann passiert das, was passieren musste: Ein falscher Schritt beim Schaukel-Element und ich hänge in den Seilen und muss vom Guide abgeseilt werden. Fazit: Eine spannende Erfahrung, die ich aber nicht unbedingt noch einmal machen möchte.

Anna Salzmann: Meter um Meter nach oben, entpuppt sich der Hochseilgarten als echter Adrenalin-Kick. In luftiger Höhe gab es für mich kein Halten mehr. Völlig schwindelfrei und flink wie ein Einhörnchen agierte ich in den Baumwipfeln. Die abwechslungsreichen Schwierigkeitsgrade von Plattform zu Plattform bieten spannende persönliche Herausforderungen. Schritt für Schritt entwickelt sich ein einzigartiges Hochgefühl. Die vielen Flugerlebnisse mittels Seilrutschen und Schlittenfahrt lockern den Parcours auf. Fazit: Jederzeit wieder.

Sabrina Sternjak: Das komische Gefühl in der Magengegend ignoriere ich anfangs noch. Sicherheitsgurte, Einschulung und los geht’s! Die ersten Meter im Übungsparcours sind kein Problem. Doch dann geht es hinauf und ich merke, wie meine Knie weicher werden. Nicht sehr hilfreich! Anfangs traue ich dem Ganzen noch nicht und vor allem die erste Seilrutsche kostet mich richtig Überwindung. Angespornt von meinem Team lasse ich dann doch los … und es macht richtig Spaß! Wieder am Boden bleibt ein tolles Gefühl und die Erinnerung an ein aufregendes Erlebnis.
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