07.10.2014, 14:12 Uhr

Bleiburg nimmt den Kampf auf

Bürgermeister Stefan Visotschnig (Foto: KK)
BLEIBURG (sj). Für großen Unmut sorgen die von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) vergangene Woche präsentierten Sparpläne für das Bundesheer, denn auch die Bleiburger Goiginger-Kaserne ist davon betroffen. Sie soll bis 2018 geschlossen werden. Die Lehrkompanie soll nach Klagenfurt verlegt werden.

Heftiger Widerstand
Doch es wäre nicht Bleiburg, hätte sich nicht sofort von allen Seiten Widerstand gegen die geplante Schließung formiert. "Wir werden alles daran setzen, die Schließung zu verhindern", erklärt Bürgermeister Stefan Visotschnig (SPÖ), "47 Personen arbeiten in der Kaserne. Viele Unteroffiziere sind auch bei der örtlichen Feuerwehr oder der Bergrettung aktiv. Man zerreißt hier ein perfektes Gefüge."

Mitarbeiter im Ungewissen
Visotschnig will eine Petition für den Erhalt der Kaserne abgeben. "Gerade der Bund darf sich nicht aus allen Regionen einfach zurückziehen", kritisiert der Bürgermeister, "das Schlimmste ist, dass niemand etwas Genaues weiß und die Mitarbeiter in Ungewissheit gelassen werden."

ÖVP will protestieren
Die Mandatare der ÖVP Bleiburg initiierten das Aktionskomitee "Ja zur Kaserne Bleiburg" und nutzen auch Facebook für diesen Zweck. Binnen kürzester Zeit schlossen sich über 1.000 User der Facebookgruppe "Stoppt die Schließung der Goiginger Kaserne Bleiburg" an.
"Weitere Aktionen werden folgen, so soll in Kürze auch eine Protestveranstaltung in Bleiburg stattfinden", erklärt Vizebürgermeister Manfred Daniel (ÖVP), "wir hoffen mit sachlichen Argumenten, aber auch Aktionen, den Verantwortlichen klar zu machen, dass die Kaserne ein lebensnotwendiger Teil unserer Region ist." Auch andere Parteien haben sich für die Erhaltung ausgesprochen. "Unser Bundesland darf es nicht hinnehmen, wie mit dem Heer umgegangen wird", sagt LR Christian Ragger (FPÖ) in einer Presseaussendung.

ZUR SACHE:

Die Goiginger-Kaserne wure 1956 als Zeltlager errichtet und schrittweise ausgebaut. Der letzte Zubau stammt aus dem Jahr 1988. Bereits bei vergangenen Heeresreformen stand die Kaserne auf der Abschussliste.
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