31.05.2017, 10:20 Uhr

Völkermarkt will familienfreundlich werden

Valentin Blaschitz will das Prädikat "familienfreundliche Gemeinde" mit Leben erfüllen (Foto: Jäger)

Alle Gemeinderäte sprachen sich bei der Gemeinderatssitzung dafür aus, am Audit "familienfreundliche Gemeinde" teilzunehmen.

VÖLKERMARKT. Die Errichtung eines Radrastplatzes, die Erhöhung der Sitzungsgelder und die Teilnahme am Auditprozess "Familienfreundliche Gemeinde" waren die beherrschenden Themen der Gemeinderatssitzung in Völkermarkt.

Familienfreundliche Gemeinde

"Das Audit familienfreundliche Gemeinde ist ein kommunalpolitischer Prozess für österreichische Gemeinden, Marktgemeinden und Städte. Ziel des Audits ist es, das Vorhandensein familienfreundlicher Maßnahmen in der Gemeinde zu identifizieren und den Bedarf an weiteren zu ermittel", erklärte Vizebürgermeisterin Edeltraud Gomernik-Besser (SPÖ). In den kommenden Jahren will die Stadtgemeinde alles daran setzen, das Prädikat "familienfreundliche Gemeinde" zu bekommen. "Dieses Gütesiegel erhöht mit Sicherheit die Attraktivität von Völkermarkt und begünstigt die Ansiedelung von Familien", so Gomernik-Besser. "Wir haben schon in der Vergangenheit viele familienfreundliche Projekte umgesetzt und bieten bereits sehr viel für Familien an. Unser Ziel ist es, wenn wir das Prädikat verliehen bekommen, dieses auch mit Leben zu erfüllen", ergänzt Bürgermeister Blaschitz.

Radrastplatz in Stauseebucht

In der Stauseebucht Völkermarkt soll 2018 ein Radrastplatz entstehen. "Die Kosten dafür werden circa 70.000 Euro betragen", berichtete Bürgermeister Valentin Blaschitz (SPÖ). Alle Mitglieder des Gemeinderates befürworteten den Bau des Radrastplatzes. "Das ist ein zukunftsweisendes Projekt. Der Radtourismus befindet sich im Vormarsch", so Stadträtin Angelika Kuss-Bergner (ÖVP). Auch Stadtrat Gerald Grebenjak (FPÖ) sieht viele Vorteile in der Errichtung eines Radrastplatzes: "Mir wäre aber wichtig, dass wir es auch schaffen, die Touristen, die sich am Radweg aufhalten, in die Stadt Völkermarkt zu bekommen."

Erhöhung der Sitzungsgelder

Heftig diskutiert wurde über die geplante Erhöhung der Sitzungsgelder für die Gemeinderäte. Diese sollen ab dem 1. Juli 235 Euro Brutto betragen. "Da sich das Land Kärnten derzeit in einer Finanzmisere befindet, finde ich, dass der Betrag viel zu hoch ist. Über 200 Euro für eine Sitzung zu bekommen wäre auch relativ frech der Bevölkerung gegenüber", so Stefan Grauf-Sixt (GRÜNE). Peter Wedenig (SPÖ) gab zu bedenken, dass die Gemeinderäte in den vergangenen Jahren viel weniger Sitzungsgelder bekommen hätten, als ihnen zustehe: "Ich finde, wir sollten uns dieses Erhöhung wert sein, da wir auch eine große Verantwortung tragen." Die Grünen stimmten gegen diesen Antrag, die restlichen Gemeinderäte dafür.

ZUR SACHE: FAMILIENFREUNDLICHE GEMEINDE

Im Rahmen des Audits werden maßgeschneiderte Maßnahmen für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Singles und älteren Menschen sowie auch generationenübergreifende Projekte erarbeitet.
Die gesetzten Ziele sind innerhalb von drei Jahren umzusetzen.
Nach positiver Begutachtung der umgesetzten Maßnahmen durch eine externe Zertifizierungsstelle wird die Gemeinde vom Bundesministerium für Familien und Jugend mit einem staatlichen Gütezeichen ausgezeichnet.
Rund 430 Gemeinden sind bereits bei diesem Audit dabei. Das sind 21 Prozent aller Österreichischen Gemeinden. Über 1/4 aller Österreicher leben demnach bereits in einer familienfreundlichen Gemeinde.
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