24.07.2017, 09:29 Uhr

Der Bauernimbiss wird 25 Jahre alt

Bauernimbiss-Chef Franz Jamnig mit seiner Mitarbeiterin Petra Zikulnig
VÖLKERMARKT. Eine beliebte Raststation nicht nur für Reisende ist der Bauernimbiss von Irene und Franz Jamnig (beide 57) bei der Autobahnabfahrt Völkermarkt West. Auch Heimische treffen sich hier gerne auf eine Bauernjause mit Most oder ein Grillkotelett.
Seit 17 Jahren ist der bekannte Holzbau neben der Autobahn nicht mehr wegzudenken. Jamnig startete jedoch bereits vor genau 25 Jahren - also lange vor dem Bau der A2 - mit seinem ersten Bauernimbiss beim Kreuzerhof direkt an der B 70.

Die Anfänge

Danach folgten für Jamnig einige gastronomische Stationen. Doch alles der Reihe nach: Die Jamnigs führen die Landwirtschaft vulgo Blase in Aich/Mittertrixen mit Schweinen, Pferden und Rindern. Die Ackerflächen sind mittlerweile verpachtet. „1988 begann ich, den Sozialhilfeverband mit Fleisch zu beliefern“, erinnert sich Franz Jamnig. Da diese jedoch nur für die Gustostückerln Verwendung hatten, blieb dem Landwirt viel Fleisch über, aus dem er Wurst und Speck herstellte.

Viele Gastro-Stationen

Um seine Spezialitäten unter die Leute zu bringen, kam er auf die Idee mit einem Imbiss an einer vielbefahrenen Straße. Zu den Spitzenzeiten führte er drei Geschäfte entlang der B 70. Von 1994 bis 2001 führte er zudem das Gasthaus „Kärntner Bauer“ in Klagenfurt und von 1999 bis 2001 zwei Imbissstuben in Wien. „Mein Höchststand waren 36 Mitarbeiter in neun Lokalen“, so Jamnig.


Alleskönner Imbiss-Mitarbeiter

Stolz ist der Gastronom darauf, dass sich mittlerweile 16 seiner ehemaligen Mitarbeiter selbstständig gemacht haben. „Ich bin der Meinung, dass ein Mitarbeiter einer Imbissstube viel mehr können muss, als zum Beispiel ein Kellner in einem Restaurant. In einer Imbissstube bist du vom WC bis zum Essen für alles zuständig und musst viel mitdenken“, erklärt Jamnig. Deshalb sei aber auch eine höhere Fluktuation beim Personal in Kauf zu nehmen.

Übergabe an Mitarbeiterin

Mittlerweile treten Irene und Franz Jamnig zumindest ein wenig kürzer. Neben dem Bauernimbiss an der Autobahn haben sich noch das Terrassenbad in Klein St. Paul gepachtet: „Da unsere Kinder sich in andere Richtungen entwickelt haben, schalten wir Jahr für Jahr einen Gang zurück.“ In den nächsten vier Jahren möchte Jamnig in Pension gehen und den Bauernimbiss seiner Mitarbeiterin Petra Zikulnig übergeben.

Ein Tag, vier Jobs

Momentan beschreibt Jamnig seinen Tagesablauf aber noch so: „In der Früh bin ich Fleischhauer, dann Bauer, vormittags Lieferant und nachmittags und abends Gastwirt.“ Lediglich an zwei Tagen zu Ostern und zu Weihnachten hat der Bauern-Imbiss geschlossen. „Ich gebe zu, ich bin ein Workaholic. Am Stefanitag laufe ich Zuhause im Kreis, weil ich nicht weiß, was ich tun soll“, lacht der 57-Jährige. Ein paar Jahre hat ja noch Zeit, sich zu überlegen, was er in seiner Pension machen will.
Doch jetzt steht erst einmal am 4. und 5. August das 25-Jahr-Jubiläum von Franz Jamnig und seinem Bauernimbiss an (Details siehe „Zur Sache“).

25 Jahre Bauernimbiss:

Wann: 4. und 5. August
Wo: Im Festzelt beim Bauernimbiss Völkermarkt direkt an der A2 (Abfahrt Völkermarkt West)
Beginn: jeweils um 17 Uhr
Am Samstag findet außerdem eine große Autoverlosung statt.
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