25.01.2012, 05:30 Uhr

„Völkermarkt ist die Mutter des Bezirks!“

Obmann und Neo-Geschäftsführerin: Wilfried Magnet und Sandra Pichler wollen den Erfolg auf mehreren Säulen aufbauen
Wirtschaftsverein Zukunft Völkermarkt: Die Ziele der neuen Geschäftsführerin.


Gisela Meran, die bisherige Geschäftsführerin des Wirtschaftsvereins Zukunft Völkermarkt, nimmt eine neue berufliche Herausforderung an und wickelt künftig die Geschäfte der Burg Hochosterwitz ab. Ihre Nachfolgerin hat bereits ihre Arbeit aufgenommen: Es handelt sich um die 25-jährige Sandra Pichler, die aus Salzburg stammt, in Ebenthal zu Hause ist und aus dem Kandidaten-Hearing als beste Bewerberin hervorgegangen ist (siehe „Zur Sache“).

Die Drau ist keine Grenze!
Dass sie bisher keine Berührungspunkte mit Völkermarkt hatte, legt sie als Vorteil aus: „Weil ich unvoreingenommen die Dinge betrachte und nicht von einer Betriebsblindheit geblendet bin“, argumentiert Pichler. Ihre Objektivität soll sich bereits beim ersten großen Vorhaben, so Vereinsobmann Wilfried Magnet, positiv auswirken – der Suche nach der Marke für die Einkaufsstadt Völkermarkt.
Die Vorgabe Magnets lautet ganz klar: „Wir wollen die Lebensqualität verbessern. Dazu gehört eine funktionierende Wirtschaft!“ Weil die Bezirksstadt das Aushängeschild einer ganzen Region sei, dürfe bei den Überlegungen die Drau nicht die Grenze sein. „Die Markenbildung muss mit Südkärnten korrespondieren. Völkermarkt ist die Mutter des Bezirks“, hat Magnet klare Vorstellungen. Neben Betriebsbesuchen sollen demnächst auch Besuche aller Gemeinden folgen, um die gesamte Region in ein Boot zu holen.
Mit der Erarbeitung der Marke Völkermarkt wurde die Grazer Agentur „moodley“ beauftragt. Der Entwicklungsprozess ist auf drei Jahre angelegt. Mit dem konkreten Ziel, die Neupositionierung soll eine Identifikation aller mit der Bezirksstadt ermöglichen.

Aufbruch in eine neue Ära
Neben diesem mittelfristigen Ziel sollen Maßnahmen auch den kurzfristigen Erfolg gewährleisten. „Wir werden an Aktionen der Wirtschaft festhalten, sie weiterentwickeln und ausbauen“, so Magnet. Er denkt unter anderem an den Alpen-Adria-Markt. Der Wirtschaftsverein möchte den Veranstalter, das Marktreferat der Stadtgemeinde, dabei unterstützen, die Veranstaltung zu reformieren. „Unsere Aufgabe ist es, die Region nachhaltig zu beleben. Events sind eine ideale Maßnahme, um Frequenz und Kaufkraft zu erhöhen“, sagt Sandra Pichler, „wir sehen uns vor allem als Sprachrohr und Unterstützung für Anliegen rund um Wirtschaft und Politik in Völkermarkt.“
Langfristig streckt der Wirtschaftsverein in Zusammenarbeit mit der Politik die Fühler Richtung Landesausstellung 2020 aus, für die sich Völkermarkt anlässlich „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ bewirbt. „Dieser Anlass kann bereits Jahre zuvor der Aufbruch in eine neue Ära sein – auch für die Wirtschaft“, blickt Magnet voraus.


ZUR SACHE: DIE NEUE GESCHÄFTSFÜHRERIN
Präsentation: Fünf von elf Bewerbern wurden zu einem Hearing eingeladen, aus dem Sandra Pichler als beste Kandidatin hervorging.

Zur Person: Pichler schloss an der Fachhochschule Kufstein den Bachelor of Arts in Business für Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement ab.

Erfahrung: Die neue Geschäftsführerin bringt Erfahrung mit, war zwei Jahre in einer Agentur für Wirtschaftskommunikation tätig.
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