27.06.2017, 14:44 Uhr

"Wasserqualität ist entscheidend"

Bierbrauer Franz Posod vor seinem selbstgebauten Sudkessel: 900 Arbeitsstunden hat er in den Bau investiert

Bierbrauer Franz Po-sod spricht über seine Investitionen und die Rolle des Wassers beim Brauen.

VÖLKERMARKT. Im Feber 2015 startete Franz Posod in der alten Mühle in Oschenitzen mit der Produktion seines "Mühlenbräu"-Bieres. Zweieinhalb Jahre später ist das Mühlenbräu zu einer echten Marke geworden. Viele Gastronomen, Veranstalter und Private zählt Posod mittlerweile zu seinen Kunden.
Um der steigenden Nachfrage Herr zu werden, legte sich der Bierbrauer im Herbst 2016 einen neuen Sudkessel zu. Fassungsvermögen 1.500 Liter, Marke Eigenbau. "900 Stunden habe ich an dem zweiten Kessel gearbeitet", so Posod. Außerdem kamen neue Läuter- und Gärtanks hinzu: "Ich tätige laufend Investitionen. Als nächstes wird ein neues Kühlhaus nötig."
Schanktische und Theken liefert Posod zusätzlich zu seinem Bier: "Ich schaue aber darauf, dass möglichst viele Kunden die Theken selbst holen kommen. Alle zu beliefern schaffe ich sonst nicht mehr."

Weiches Wasser

Doch das beste Angebot nützt nichts, wenn das Grundprodukt nicht passt: das Bier. Auf die Qualität dessen achtet der Bierbrauer mit Argusaugen, natürlich auch auf die der Grundzutaten. Hier kommt dem Wasser eine entscheidende Rolle zu. "Die Wasserqualität ist das Wichtigste beim Brauen", betont Posod, "Je weicher das Wasser ist, desto geschmackvoller ist das Bier. Kalk im Wasser verfälscht den Geschmack." Deshalb kommt das Wasser für das Mühlenbräu vom Kömmel. Es ist weich und entspricht so den Anforderungen Posods.

Langer Brauvorgang

Der Brauvorgang selbst ist genau durchgetaktet. Posod startet damit um 2 Uhr Früh: "Bis alles fertig und gesäubert ist, ist es meist 15 Uhr." In dieser Zeit ist der Bierbrauer nicht von seinen Kesseln wegzubekommen. Doch sein Einsatz zahlt sich aus. Das beweist die steigende Nachfrage. "Wer einmal zu mir kommt, kommt wieder", ist Posod zufrieden und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Aber das liegt wohl auch an meiner großen Pappalatur."

Mehr Beiträge im Rahmen unseres Schwerpunktes "Leben mit Wasser": www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

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