Stallhofen
Beim neuen Gemeindeamt voll im Plan

Die Arbeiten beim neuen Gemeindeamt liegen voll im Zeitplan.
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Die Baustelle mitten in Stallhofen ist nicht zu übersehen. Wie läuft der Neubau des Gemeindeamts?
Franz Feirer: Trotz der Corona-Krise und des Schlechtwetters im Sommer sind wir voll im Zeitplan und gehen weiterhin davon aus, dass wir das neue Gemeindeamt im Mai 2021 in Betrieb nehmen können. Vor kurzem wurde der Estrich fertig, der Einsatzplan der Firmen ist genau getaktet. Wir haben geschaut, möglichst einheimische Firmen zum Zug kommen zu lassen, einige sind sogar direkt aus Stallhofen. Das Planungsbüro Artivo leistet hier perfekte Arbeit.

Wie wird die Raumaufteilung im neuen Gemeindeamt aussehen?
Feirer: Das Erdgeschoß beinhaltet die komplette Verwaltung, denn diese Räumlichkeiten sollen barrierefrei zugänglich sein. Im Obergeschoß ist der Sitzungssaal, der nicht nur für Gemeinderatssitzungen, sondern auch für Trauungen und kleinere Veranstaltungen konzipiert und modernst, zum Beispiel mit einem Beamer, ausgestattet ist. Außerdem werden hier die WC-Anlagen und eine kleine Anrichteküche installiert, um auch ein Catering zu ermöglichen. Im Untergeschoß sind die Lagerräume, das Archiv und die Haustechnik angesiedelt. Am Dach wird eine Photovoltaikanlage platziert, geheizt wird mittels Fernwärme der Bioenergie Edler. Wir haben den Bau so konzipiert, dass noch zwei weitere Geschoße aufgestockt werden können. Auch die Außenanlage wird erneuert, so planen wir im Bereich zwischen Landesstraße und Rüsthaus einen kleinen Marktplatz. Da sind dann ein Bauernmarkt und Veranstaltungen wie ein Frühschoppen oder auch das Marktfest möglich, damit können wir dann die Samstage wieder nutzen.

Stichwort Feuerwehr. Bleibt die Feuerwehr in der Nähe des Gemeindeamts?
Feirer: Mittelfristig nicht, denn der Bauhof und die Musikschule brauchen zukünftig mehr Platz, auch Parkflächen werden benötigt. Wir werden ein neues Rüsthaus auf den Gründen beim Gewerbepark errichten. Es wird ein funktioneller Bau werden, aber dieses Projekt werden wir erst nach dem Abschluss des neuen Gemeindeamts beginnen. Ich rechne in den Jahren 2022 und 2023 damit.

Die Infrastruktur scheint ein ganz wichtiges Thema in Stallhofen zu sein.
Feirer: Die Verbesserung der Infrastruktur inklusive Gebäude ist ja eine der Kernaufgaben einer Gemeinde. Der Umbau und die Sanierung der Volksschule sind inzwischen abgeschlossen, da wird es im Frühjahr 2021 eine Schlussbegehung mit den zuständigen Landesstellen geben. Das nächste große Projekt ist die Sanierung der Musikmittelschule. Während die Schule innen sehr gut ausgestattet ist, benötigt das Gebäude dringend eine thermische Sanierung, auch die Fenster sind zu tauschen. Wichtig sind ein Vollwärmeschutz, neue Geländer, eine Meldeanlage für den Brandschutz und Fluchtwege. Weiters müssen wir auch unser Lehrschwimmbecken, das ja das einzige im ganzen Bezirk ist, sanieren. Die Technik ist am modernsten Stand, aber die Halle werden wir erneuern.

Stallhofen ist nach wie vor eine Zuzugsgemeinde. Freut Sie das?
Feirer: Grundsätzlich ist Zuzug immer positiv, allerdings bedeutet das auch einen höheren Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Unser Kindergarten und unsere Kinderkrippe sind bereits voll ausgelastet. Dank unserer guten Lage sind Baugründe, Wohnungen und Häuser sehr begehrt. In Hausdorf entsteht eine komplett neue Siedlung, am Sonnengrund errichtet die Donawitzer Siedlungsgenossenschaft acht neue Wohneinheiten auf Mietkaufbasis. Die Siedlungsgenossenschaft Köflach hat ebenfalls einen Grund für Wohnungen gekauft, da wird 2021 mit der Planung begonnen. Das Wirtschaftsgebäude beim ehemaligen Gasthaus Reinisch wird umgebaut, da entstehen Räumlichkeiten für mögliche Büros, für Ärzte und auch Wohnungen. Stallhofen ist eine sehr attraktive Wohngegend und es gibt nur noch sehr wenige freie Gründe. In unserem Gewerbepark ist übrigens noch eine Fläche von 11.000 m2 frei, hier überlegen wir sehr genau, welcher Betrieb gut zu uns passt. Nur für Hallen geben wir die Fläche nicht frei, da müssen schon neue Arbeitsplätze in der Gemeinde entstehen.

Infrastruktur bedeutet auch Kanal- und Straßenbau.
Feirer: Wir haben jährlich rund 150.000 Euro in Straßensanierungen investiert, dazu kommt im nächsten Jahr eine Hofverlegung auf einer Gemeindestraße. Durch die Starkregenfälle im Sommer kam es heuer zu mehreren Rutschungen und Oberflächenwässer sorgten für zahlreiche Kellerüberflutungen. Daher haben wir eine Firma beauftragt, um diese Oberflächenwässer besser managen zu können.

Wie sieht es mit den Freizeiteinrichtungen aus?
Feirer: Beim Freizeitzentrum werden wir dort, wo jetzt der Beachvolleyballplatz ist, einen Multifunktionsplatz errichten. Auf der zweiten Ebene kommt der Beachvolleyballplatz, außerdem errichten wir neue Kinderspielgeräte. Auf der nächsthöheren Ebene schwebt mir ein kleiner Motorikpark vor. Auch an einen Pump Track haben wir gedacht, aber der lässt sich hier nicht gut verwirklichen.

Was gibt es sonst noch Neues?
Feirer: In der Musikschule haben wir die Bibliothek mit Sitzmöbeln neu und gemütlich gestaltet. Die Gemeinde hat ein neues Kehrgerät angeschafft und wir führen gerade Gespräche mit A1 und Energie Steiermark wegen einer Breitbandoffensive. Es gibt schon viele Leerverrohrungen. Im nächsten Jahr sollen Volks- und Musikmittelschule mit Breitband ausgestattet werden, ebenso das Gemeindeamt. Auch die neue Siedlung in Hausdorf soll mit Glasfaser erschlossen werden.

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