Carla-Shops: Hemmschwellen abbauen

Der neue Voitsberger Carla-Shop sieht sehr einladend aus. In den Carla-Shops können alle einkaufen kommen.
  • Der neue Voitsberger Carla-Shop sieht sehr einladend aus. In den Carla-Shops können alle einkaufen kommen.
  • Foto: Maurer
  • hochgeladen von Harald Almer

Shops für alleFür viele ist Shopping automatisch mit einem schlechten Gewissen verbunden. Hat man doch schon wieder einmal Geld für etwas ausgegeben, was man eigentlich gar nicht braucht. Shopping mit sozialer Verantwortung und damit mit einem guten Gewissen, das ist Einkaufen in einem der insgesamt 32 steirischen Carla-Shops.
Im Bezirk Voitsberg "schaukelt" Daniela Jechart in der Köflacher Kärntnerstraße und am Voitsberger Hauptplatz sogar zwei dieser Shops. Dort findet man so gut wie alles – von Kleidung über Möbel bis hin zu Büchern – in guter und günstiger Second-Hand-Qualität. "In Köflach haben wir aus Platzgründen nur ein kleines Möbel-Sortiment, im neuen Voitsberger Shop dagegen die gesamte Bandbreite an Möbeln", so Jechart.

Für Jechart ist vor allem eine Botschaft wichtig: "Hier bei uns kann jeder einkaufen und auch Waren abgeben. Niemand braucht dafür eine spezielle Genehmigung, auch Einkommensgrenzen spielen keine Rolle. Der Irrglaube, dass Carla-Shops nur für untere Einkommensschichten zugänglich sind, hält sich hartnäckig und hindert bei uns noch viele, zu uns zu kommen. Wir haben viele Stammkunden, wünschen uns aber viele Neukunden aus allen Altersschichten. Erfreulicherweise kommen auch immer mehr ältere Damen, um bei uns einen Kaffee zu trinken und Mode zu gustieren."
Der erste Carla-Shop wurde 2013 am Köflacher Hauptplatz eröffnet, lief aber nicht so gut, weil die Parkplätze fehlten. Seit 2015 ist Jechart in der Kärntnerstraße und im Oktober 2017 wurde der neue Shop am Voitsberger Hauptplatz aufgesperrt. Die Eröffnung fand im heurigen Februar statt. "In Graz sind die Carla-Shops schon sehr bekannt, im Bezirk wollen wir noch bekannter werden", so Jechart.

Ständige Gratwanderung

Aber nicht nur der Ware, die in den von der Caritas betriebenen Geschäften verkauft wird, wurde ein zweites Leben geschenkt, sondern auch die Shop-Arbeiter haben die Chance auf ein zweites Leben bekommen, ein Leben ohne Arbeitslosigkeit. Hinter den Carla-Shops steht nämlich ein Caritas-Beschäftigungsprojekt, durch das rund 280 Langzeitarbeitslose eine neue Aufgabe und damit eine neue Perspektive gewonnen haben.
"Im Schnitt laufen diese Transitarbeitsplätze für circa sechs Monate", erklärt Peter Wagner, der bei der Caritas für den Bereich Beschäftigung und Sachspenden verantwortlich ist. Die Auftraggeber dahinter sind meist das AMS, das Land Steiermark oder die EU. "Das Ziel ist langfristig natürlich eine Wiedereingliederung in den regulären Arbeitsmarkt."

Weitere Infos unter www.meinbezirk.at/steiermark/themen/carlashop

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