Voitsberg
Das Storchenhaus am Hauptplatz

Eine Attraktion am Voitsberger Hauptplatz. Das Storchenhaus der Familie Kerschbaumer
  • Eine Attraktion am Voitsberger Hauptplatz. Das Storchenhaus der Familie Kerschbaumer
  • Foto: Kerschbaumer
  • hochgeladen von Harald Almer

Das aufregende Storchenjahr am Kerschbaumer-Haus in Voitsberg

VOITSBERG. Georg Kerschbaumer und seine Familie sind stolz auf ihre saisonalen Mitbewohner. "Für uns ist ein Storch am Hauptplatz mehr als nur ein Vogel, er strahlt aufgrund seiner Größe, seines kontrastreichen Federkleids und seiner zahlreichen "Mythen" etwas ganz Besonderes, ja fast Erhabenes aus", bringt Vermesser Georg Kerschbaumer die Begeisterung auf den Punkt. Mit Genehmigung der Stadtgemeinde konnte Kerschbaumer einen Holzstorch mit der Inschrift Hauptplatz 29 in die Grüninsel neben der Hauptfahrbahn setzen. "Die Restaurantbesucher vor unserem Haus richten oft ihre Aufmerksamkeit auf das Treiben am Dach. Und ich habe öfters Familien mit kleineren Kindern auf die Vögel aufmerksam gemacht", so Kerschbaumer.

Storchen-Tagebuch 2020

Und so schrieb Kerschbaumer ein kleines Tagebuch über das heurige Storchenjahr in Voitsberg.
18. April: Falls niemand das Klappern gehört haben sollte, heute gegen 11 Uhr sind die Störche auf ihrem Dach eingetroffen. Im Vorjahr war es fast vier Wochen früher. Heuer zwar sehr spät, aber vielleicht klappt es dafür noch mit jungen Störchen.
29. Mai: Da der Brutbeginn sehr spät war, wird es noch etwas dauern. Das unberingte Weibchen sitzt seit Wochen brav am Nest. Vorgestern Abend waren fremde Störche da, kurzzeitig sogar vier. Aber unser Männchen hat die Fremden mutig vertrieben, dann ist wieder Ruhe eingekehrt. Ob überhaupt Eier vorhanden sind, kann ich von meinem Garten leider nicht sehen, aber sobald die Jungen den Kopf herausstecken, werde ich ein Belegfoto machen. 
14. Juni: Beim Vergrößern des Fotos ist mir beim linken Bein ein verdächtiges Detail aufgefallen. Könnte es vielleicht ein dritter Storch sein?
28. Juni: Die Störche sind schon prächtig gewachsen und überragend bereits die hohe Nestkante. Jetzt kann ich alle drei Jungstörche von meinem Garten aus beobachten. Ein Jungstorch wurde aus dem Nest geworfen, hauptplatzseitig vor das La Corte. Unter den abendlichen Gästen war größte Aufregung! Das ist sehr traurig, wahrscheinlich ist das letzte und schwächste aus dem Nest gefallen. Gestern um 8 Uhr waren noch alle drei zu sehen. 
3. Juli: Die beiden Jungstörche scheinen sich gut zu entwickeln, der Zweitgeborene macht jetzt auch schon Flugmuskel-Training. 
10. Juli: Gestern hat die Storchenmutter erstmals seit vielen Wochen die Jungen allein gelassen. Eigentlich eine beachtliche Leistung: Sie sitzt seit 1. Mai am Nistplatz, zog bis zum 23. Juni drei, dann zwei Junge groß. Sie sind gut gewachsen, aber man kann sich gar nicht vorstellen, dass sie in zwei Monaten bis nach Afrika fliegen sollen.
11. August: Seit zwei Tagen beginnen die Jungstörche mit den Flügeln zu schlagen, das gibt Turbulenzen bei der abendlichen Fütterung. Die beiden sind gut gewachsen und beanspruchen das ganze Nest für sich. Die Eltern ruhen sich meistens etwas abseits aus. 
15. August: Vorige Woche flog nur ein Storch bis zum Nachbarkamin und wieder zurück. Heute habe ich gesehen, dass auch der zweite Storch abhebt und kurze Strecken fliegen kann. Sieht als gut aus für unsere beiden "Spätstarter".
28. August: Seit zwei Tagen ist das Nest leer, am 25. August sah ich um 11.04 Uhr die beiden Störche das letzte Mal. Sie schraubten sich in die Höhe und flogen Richtung Krems. Nach zwölf Stunden kamen sie zurück. Die Elterntiere haben sich schon um den 20. August aus dem Staub gemacht. Am 26. August war nur noch einer zu sehen, die beiden haben doch noch den Abflug geschafft. Hoffentlich finden sie im Burgenland oder in Ungarn Anschluss an erfahrene Störche, die schon eine Woche vorher gestartet sind. 
Wer aufmerksam durch die Stadt geht wird, wird vielleicht bemerken, dass unter der Schrift Hauptplatz 29 nun ein 28er statt.  Die Störche sind weg und die Familie Kerschbaumer gratuliert Cosima und Marco zur Geburt ihrer Tochter Ilary.

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