Bärnbach
Die Stadt der kurzen Wege

Bgm. Jochen Bocksruker und sein Team wollen die Bärnbacher Innenstadt neu beleben.
  • Bgm. Jochen Bocksruker und sein Team wollen die Bärnbacher Innenstadt neu beleben.
  • Foto: Furgler
  • hochgeladen von Harald Almer

Wer durch Bärnbach geht, dem fällt auf, dass vielerorts gebaut wird. Ein Zeichen der Aufbruchstimmung in dieser Stadt?
Jochen Bocksruker: Der Zuzug ist dank unserer langfristigen Strategie als Wohn- und Wohlfühloase ungebrochen und daher ist die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Wohnraum groß. In bester Zentrumslage entsteht eine Vielzahl neuer Wohnungen und genau darauf zielt unser Bestreben, die Innenstadt weiter zu beleben, ab.

Im Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl standen ja einige Kernthemen wie ein neues Ärztezentrum oder neue zentrumsnahe Parkplätze.
Bocksruker: Und ich kann sagen, dass all unsere Wahlversprechen voll auf Schiene sind. Wir setzen hier vor allem auf drei Kernthemen. Erstens das neue Ärztezentrum. Wir sind nun in die finale Planungsphase eingetreten, eine erste Grobplanung liegt bereits vor. Die Idee dieses Zentrums ist es, für die Nachfolge unser praktischen Ärzte Dr. Feil und Dr. Nebel passende und attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Dass wir hier richtig liegen, beweist die große Nachfrage nach modernen Ordinationsräumlichkeiten im Zentrum. Wir gehen davon aus, dass wir dieses Ärztezentrum im nächsten Jahr umsetzen können. Wer Interesse an Räumlichkeiten im Ärztezentrum hat, möge sich bitte bei der Siedlungsgenossenschaft Köflach, bei Dr. Petra Neuherz, melden.

Die neuen Parkplätze im Zentrum sind bereits sichtbar.
Bocksruker: Rund 100 Parkplätze stehen vor der Finalisierung. Wir haben versucht, sie möglichst naturbelassen zu gestalten und werden auch 24 Bäume setzen, um eine natürliche Beschattung zu erreichen. Die Idee hinter diesen neuen Parkplätzen ist es, uns in Bärnbach eine Parkraumbewirtschaftung zu ersparen, weil der Bedarf nach innerstädtischen Parkplätzen enorm steigt. Da sich ja auch die Zahl der innerstädtischen Wohnungen erhöht, ist neuer Parkraum notwendig. Wir werden auf diesem Areal eine Fotowand errichten, welche die Geschichte unserer Stadt, die von Glas und Kohle geprägt wurde, dokumentiert.

Und das dritte Kernthema?
Bocksruker: Das ist die Umrüstung unserer Straßenbeleuchtung auf stromsparende Technologie. Auch eine Photovoltaikanlage ist geplant, wir setzen als Stadtgemeinde hier auf erneuerbare Energie. Denn Bärnbach ist schon jetzt eine Wohlfühloase mit sehr viel Grün, daher stehen wir bei potenziellen Zuwanderern hoch im Kurs. Wir sind stolz auf unsere perfekte Infrastruktur und wollen noch mehr verdeutlichen, dass wir eine Stadt der kurzen Wege sind. Die meisten Bildungseinrichtungen sind vom Zentrum aus zu Fuß zu erreichen und wir haben eine hervorragende Musikschule mit rund 350 Schülern. Unser Senioren-Kompetenzzentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kinderbetreuungseinrichtungen und so kommen die älteren Menschen immer wieder mit den jüngeren zusammen. Andere Städte tüfteln an so einem generationenübergreifenden Konzept, wir haben das längst umgesetzt und leben es auch.

Wie spiegelt sich das in der Arbeit des Gemeinderats wider?
Bocksruker: Wir haben einen neuen Umwelt- und Energieausschuss mit Obmann Karl Jantscher gegründet, um hier noch mehr Projekte zu initiieren und voranzutreiben. Das Ressort Sport und Kultur wurde um den Bereich Gesundheit erweitert, hier ist Stadtrat Andreas Albrecher federführend. Dieser Ausschuss wird neue Schwerpunkte in den Kindergärten und Schulen unter dem Motto "Bärnbach in Bewegung" setzen. Unser hervorragender Schulstandort hat mit Gesundheit und Bewegung zwei neue Schwerpunkte. Albrecher und seinem Team schwebt vor, Vorträge, Workshops und Info-Tage über diese Themen anzubieten.

Im Sommer waren ja Sport und Spiel groß geschrieben.
Bocksruker: Ich bin stolz, dass trotz der Corona-Krise so vieles stattfinden konnte. Sei es das HSG-Sportcamp, das A&O Sommersportcamp, die Bärnbacher Fußball-Erlebniswoche und unser hervorragendes Ferienprogramm mit 180 Kindern aus den Gemeinden Bärnbach und Kainach. Zahlreiche Organisationen und Vereine stellten hier ein vielseitiges Programm für Kinder von 6 bis 14 Jahren auf die Beine. Im Schlossbad konnten wir aus der Situation das Beste machen und wir sind mit der Badesaison, die erst am 15. Juni beginnen konnte, sehr zufrieden. Wir haben ein Messgerät zur Zählung der Badegäste angeschafft, immerhin konnten wir eine Maximalzahl an 3.000 Gästen zulassen.

Haben Sie eine Vision, die Sie in nächster Zeit umsetzen wollen?
Bocksruker: Wir haben viele Ideen, um unsere Stadt Bärnbach zu verschönern und gleichzeitig die Funktionalität zu erhöhen. Durch die Coronakrise müssen wir größere Einbußen bei den Gemeindeeinnahmen hinnehmen, gleichzeitig ist diese Zeit eine Möglichkeit, interessante Pläne zu schmieden. Wir hoffen, dass wir in finanzieller Hinsicht Mitte 2022 wieder dort sind, wo wir im März 2020 waren, und wir erarbeiten gerade eine Prioritätenliste an Projekten aus. Eine meiner Lieblingsideen ist eine touristische, gut orchestrierte Führung durch ganz Bärnbach, indem man unsere bekannten Hotspots wie die Hundertwasserkirche, das Glasmuseum oder den Fuchsbrunnen miteinander verbindet. Eine Führung also, bei der unsere Top-Standorte integriert sind und wo ein einziger Guide die Touristen eines Busses umfassend "beschäftigt". Diese Führungen könnten sich mittelfristig auf die gesamte Lipizzanerheimat ausdehnen.

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