Wintersaison
Ein "tiefblaues Auge" für unsere Skigebiete

Die Schneeschule Klinger hat eine anspruchsvolle Saison hinter sich.
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  • hochgeladen von Harald Almer

Salzstiegl, Gaberl und Hoislifte sind aufgrund der derzeitigen Situation trotzdem nicht unzufrieden.

HIRSCHEGG. Am Salzstiegl wurde die vergangene Wintersaison dank der modernen Beschneiungsanlage, den treuen Gästen und einem großartigen Team - wie es Regina Kaltenegger vom Gasthof Moasterhaus formulierte, so halbwegs gerettet. "Und auch die Hüttenbetreiber haben perfekt mitgezogen. Somit sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen." Leider schneite es erst in den letzten Wochen richtig viel, daher musste die Familie Kaltenegger mit "Kompaktschnee" die Saison bewältigen.
Jetzt wird trotz Corona-Krise nach vorne geblickt. "Die Vorfreude ist die schönste Freude", so Regina Kaltenegger. "Unser Trial Park Salzstiegl für alle Sparten des Motorradfahrens hat sich längst herumgesprochen und bietet dafür die besten Trainingsmöglichkeiten, Leihbikes und Ausrüstung, vom Anfänger bis zum Profi." So sind Gutscheinmünzen als Ostergeschenk - jetzt mit kundenfreundlichen Stornobedingungen - laut Kaltenegger ideal. Alle direkten oder indirekt mit COVID 19 im Zusammenhang stehenden Buchungen können bis drei Tage vor der Anreise kostenlos storniert werden. "Wenn die Bundesregierung im Sommer tatsächlich verbietet, aufzusperren, sind alle Gäste auf der sicheren Seite."

Schneeschule und Hoiswirt

Die zweite Saison in Folge mit wenig bis gar keinen Niederschlag und hohen Temperaturen verlangten der Familie Gruber vom Hoiswirt und der Schneeschule Klinger in Modriach-Winkel alles ab. Im Kinderland gelang es, Ende November eine Grundbeschneiung durchzuführen, danach gab es aufgrund der Temperaturen kaum noch neuen (Kunst)-Schnee. "Die Kinderskilehrerausbildung mit zwölf Teilnehmern war top", erzählt Gernot Klinger. "Der Unterricht für Kindergärten und Volksschule erwies sich als pädagogisch wertvoll. Unsere Schneesportlehrer und unser unermüdlicher Einsatz, um die Übungsflächen aufrecht zu erhalten, sorgten für einen halbwegs reibungslosen Ablauf." Allerdings mussten ein paar Kurse verschoben bzw. abgesagt werden und konnten auch im März nicht mehr stattfinden. "Im Aufwind ist der Privatunterricht mit Erwachsenen, vor allem mit Frauen", so Klinger. Die Schneeschule hat dank des Skilifts in Obdach, wo die zweite Station geführt wird, Möglichkeiten zum Ausweichen. 
Die Aussicht auf die nächste Wintersaison ist positiv. Die Schneeschule will zusammen mit der Familie Gruber die Infrastruktur bzw. die Beschneiungskapazitäten ausbauen. Das Ziel ist eine gleichzeitige, kurzfristige Beschneiung des gesamten Skigebiets Hoislifte/Modriach-Winkel. Beschneiungsexperten und Techniker von den Planaibahnen waren zu Saisonende in Modriach, sahen sich alles an und evaluierten den Ist-Zustand. "Sie bringen ihr Know-how ein und Geschäftsführer Georg Bliem unterstützt die Hois-Lifte nicht nur mit Beschneiungslanzen, sondern auch mit Analysen, Expertisen und einer gemeinsamen Bestellung von Rohrleitungen.  Im Sommer wird die erste Ausbauphase umgesetzt. Die Kinderland wird adaptiert und ausgebaut, so werden Aufstiegshilfe und Anlagen erneuert. In die Aus- und Fortbildung der Schneesportlehrer wird ebenfalls investiert.   

Tiefblaues Auge am Gaberl

Am Gaberl war der vergangene Winter, um mit den Worten von Thomas Gauss zu sprechen, herausfordernd. "Mitte Dezember hatten wir die Hauptpisten künstlich beschneit, als ein tagelanger Sturm den Schnee regelrecht „weggeföhnte“. Im Prinzip mussten wir wieder von Neuem beginnen und konnten, sie wie die meisten Schigebiete im Bezirk, leider erst nach Weihnachten, am 28. Dezember, eröffnen" Ein weiterer Warmwettereinbruch machte dem Gaberl das Leben schwer, weil sich nie Winterstimmung einstellte. "Es ist eben schwer zu vermitteln, dass auf der Alm Schnee liegt, wenn die Menschen im Tal im Polo-Shirt im Gastgarten sitzen und lieber Radfahren."
Das Gaberl kam mit einem "tiefblauen" Auge davon, auch wenn die Corona-Krise die Saison am 15. März beendete. "Eigentlich wollten wir noch bis Ostern an den Wochenenden Betrieb haben, um den Verlust ein wenig auszugleichen.", so Gauss. Trotzdem ging einiges weiter. "Durch Unterstützung der Gemeinde Maria Lankowitz und Bgm. Kurt Riemer konnten wir die Finanzierung der bis dato nur gemieteten Schneeerzeuger über die Bühne bringen. Somit entfällt ein beträchtlicher Teil der Fixkosten." Auch wurde die  "Schneehaserlabfahrt" ins Leben gerufen: Ein Wildlehrpfad auf Ski mit lebensgroßen 3D-Wildfiguren und Infotafeln um das heimische Wild näher zu bringen. Auch eine gemeinsame Liftkarte mit dem Skigebiet Kleinlobming wurde erstmals fixiert, diese wird es auch in der nächsten Saison geben. 
Im kommenden Winter der Fokus auf die Intensivierung und Ausbau der Bescheiungsanlage gelegt, um die Schneesicherheit weiter zu gewährleisten. "In jeden Fall freuen wir uns schon jetzt auf den kommenden Winter, der uns ausreichenden Schnee bringen wird. Das sagen zumindest die Alten. Wenn in einem Wintermonat zweimal der Vollmond aufgeht, dann kommt viel Schnee“. In der kommenden Saison ist das der Fall...

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