Hebalm: Lifte wurden umgelegt

Ein trauriges Bild. Die umgeschnittenen Liftstützen auf der Hebalm.
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  • Ein trauriges Bild. Die umgeschnittenen Liftstützen auf der Hebalm.
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Daniel Andreas Dittrich, Sprecher der Hebalm Betriebsgesellschaft, jagte heute eine Eiltmeldung an die Medien. Der Inhalt: "Die Liftanlagen sind zerstört, die Stützen wurden umgeschnitten." Mitgeschickt hat Dittrich mehrere Aufnahmen, wo die Situation dokumentiert wird. "Jetzt ist auch für uns klar: Es gibt keinen Schibetrieb mehr auf der Hebalm, denn einen neuen Lift wird in wenigen Wochen niemand bauen. Damit ist die Alm vernichtet, inklusive einige Arbeitsplätze. Aber die wirklich Leidtragenden sind die Schifahrer aus dem Großraum Graz und aus der Süd- und Weststeiermark, denn sie haben ein attraktives und über die Autobahn leicht erreichbares Schigebiet weniger."
Ein Nachsatz: Die privaten Kluglifte auf der Hebalm fahren natürlich weiter, so gesehen ist Schifahren auf der Hebalm weiterhin möglich.

Gescheiterte Verhandlungen

Auf einen offenen Brief von Dittrich und dem Köflacher Harald Stückler - nicht ident mit dem Köflacher Sporthaus Stückler, das seit 2004 Heidemarie Stückler mit ihrem Sohn Thomas führt - mit einem neuen Angebot hatte Hebalm-GF Clemens Spörk vom Souveränen Malteser Ritterorden offiziell nicht mehr geantwortet. "Ich wurde immer nur vertröstet und es floss von der Anbieterseite kein Cent", hatte er auf Anfrage der WOCHE vor wenigen Tagen geantwortet. "Warum haben sie die Anlagen nicht einfach gekauft? Nur zu sagen, das Geld sei abrufbar, ist zuwenig. Sie hätten das Geld auf ein Treuhandkonto einzahlen können und sie hätten die Chance gehabt, das Ganze weiterzuführen. Aber ich möchte da nicht zu viel sagen, weil mir eine Klage angedroht wurde", sagte Spörk heute am Telefon. "Dass wir die Liftanlagen abtragen, ist klar, wenn sich seit Wochen kein Käufer findet. Teilweise werden wir die Anlage verwerten, teilweise landet sie beim Alteisen."

Klage wird eingebracht

"Wir hätten in einem letzten Entgegenkommen auch nur die Fuchslifte übernommen, um wenigstens weiterhin Schifahren auf der Hebalm zu ermöglichen. Hiermit wird nunmehr eine Region endgültig in den touristischen Abgrund gestürzt, dies obwohl es mit uns eine Einigung gab und wir auch in den letzten Wochen mehrfach versucht hatten, zu veränderten Bedingungen einen Fortbetrieb doch noch zu ermöglichen. Eines jedenfalls können wir versichern: Der von uns angebotene Kaufpreis hätte den Schrottwert bei weitem überschritten. Von jährlichen Erträgen aus dem Bestandszins ganz abgesehen. Ich sehe das als bloße Zerstörungswut."
Klar ist nun auch, dass Stückler und Dittrich Klage gegen den Malteser Ritterorden einbringen, denn beide meinen, dass sehr wohl ein gültiger Vertrag zustande gekommen ist. "Aber egal, wie das ausgeht, Verlierer ist die Region!", so Dittrich. Übrigens: Die Schneekanonen der Hebalm werden gerade im Paznauntal aufgebaut.

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