Starke Frauen
Organisation ist das Wichtigste

Sandrine Prexl, Tatjana Steininger, Angeline Grinschgl und Erna-Maros interviewten einige der "Starken Frauen".
  • Sandrine Prexl, Tatjana Steininger, Angeline Grinschgl und Erna-Maros interviewten einige der "Starken Frauen".
  • Foto: HAK Voitsberg/Zotter
  • hochgeladen von Selina Wiedner

1. Frage: Wie bekommen Sie Ihr Familien- und Berufsleben unter einen Hut?
2. Frage: Wie viel Zeit bleibt für Ihre Familie und wie gestalten Sie diese?
3. Frage: Haben Sie die Möglichkeit Ihr Unternehmen jemandem anzuvertrauen, wenn Sie aus familiären Gründen verhindert sind?
4. Frage: Wie stark wird Ihre Familie in das Unternehmen miteinbezogen?

Teilnehmerinnen:

Maria Lienhart: Sie leitet seit Anfang 2018 das WEZ in Bärnbach
Martina Passegger: Sie und ihr Mann betreiben die Fleischerei Passegger in Rosental
Eva Bernhardt: Die Ligister ist Sportwissenschaftlerin und UNIQA-VitalCoach
Veronika Gupper: Inhaberin des Gesundheitstreffpunkts in Bärnbach, das letztes Jahr eröffnete, außerdem ist sie Kosmetikerin

1. Maria Lienhart: Seit ich für das WEZ verantwortlich bin - ehrlich gesagt - schwierig, chaotisch, mit viel Humor und Durchhaltevermögen. Eine Herausforderung, die meine Kinder wahrscheinlich erst verstehen werden, wenn sie selbst erwachsen sind. Irgendwie geht es immer.
Martina Passegger: Es ist sehr wichtig die richtige Balance zwischen Familie und Beruf zu finden, was mir auch ganz ehrlich gesagt, nicht immer gut gelingt. Da unsere Firma sehr gut läuft und wie auch im selben Haus unsere Wohnung haben, ist es nicht immer leicht abzuschalten und sich nur der Familie zu widmen.
Eva Bernhardt: Mein Unternehmen als Ein-Personen-Unternehmen wuchs genau wie meine Kinder, d.h. ich fang sehr klein an, arbeitete nur ein paar wenige Stunden in der Woche und als meine zwei Töchter dann in den Kindergarten und später in die Schule gingen, nutzte ich die Zeit und machte immer mehr. Jetzt beitreiben meine Kinder Leistungssport und wir müssen sie bis zu vier Mal in der Woche nach Graz bringen. Aber das lässt sich alles organisieren. Allerdings nur, weil ich selbstständig bin und mir meine Termine so lege, dass sich das ausgeht.
Veronika Gupper: Wichtig ist es, gut organisiert zu sein und gleichzeitig den nötigen familiären Rückhalt zu haben. Gemeinsam kann man alles meistern. 

2. Lienhart: Ich habe das Privileg im Bezirk zu arbeiten, da verliere ich kaum Zeit durch Fahrtzeiten. Mit einer 12- und einer 14-jährigen Tochter richtet sich die Gestaltung der Freizeit schon nach deren Plänen. Gerne genieße ich den Bezirk. Es gibt so viel Schönes bei uns.
Passegger: Da ich ja eine 6-Tage-Woche habe und das Wochenende nicht sehr lang ist, versucht ich schon bewusst den Sonntag mit der Familie zu gestalten. Außerdem haben wir drei Wochen im Sommer und eine Woche im Winter Betriebsurlaub.
Bernhardt: Meine Familie hat für mich oberste Priorität. Deshalb plane ich meine Termine so, dass ich meistens für meine Kinder zu Mittag kochen und ihnen bei den Hausaufgaben helfen kann. Außerdem versuche ich, jeden Abend fast immer zu Hause zu sein, denn da ist auch mein Mann zu Hause und mir ist wichtig, dass wir genug Zeit als ganze Familie haben.
Gupper: Ich versuche so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Gemeinsame Urlaube und Ausflüge sind dabei Pflicht.

3. Lienhart: Von Anfang an gab und gibt es hier große Unterstützung und Verständnis. Ich habe seit ein paar Monaten eine tolle Assistentin, die mir bereits nach kurzer Zeit den Druck nimmt und mich vertritt, wenn ich verhindert bin.
Passegger: Unser Familienunternehmen beschäftigt 13 Mitarbeiter. Da von der Familie schon vier Personen mitarbeiten, wird es richtig schwierig den Tagesablauf ganz ohne diese vier Personen zu gestalten. Außerdem produzieren wir 98% unserer Waren selbst. Da gehört ein gewisses Know-How dazu. Bei kleineren Verhinderungen versuchen wir immer wieder einen Weg zu finden.
Bernhardt: Eigentlich nicht. Ich werde gebucht, da kann ich nicht jemand anderen schicken. Bei Personal Coachings ist das aber eigentlich kein Problem. In den meisten Fällen können bei Krankheit usw. mein Mann oder die Großeltern einspringen.
Gupper: Da ich alleine mein Geschäft betreue, habe ich derzeit nicht die Möglichkeit mein Unternehmen/Dienstleistungen jemand anderen anzuvertrauen. Dafür habe ich sehr verständnisvolle Kunden.

4. Lienhart: Kaum. Ich freue mich immer, wenn meine Kinder Anteil an meiner Arbeit nehmen und mich aus Interesse und Neugier auch manchmal begleiten.
Passegger: Mein Mann und meine Eltern zu 100%. Meinen Kindern möchte ich durch zwischenzeitliches Mithelfen, unser traditionelles Handwerk schon etwas schmackhaft machen. Ob es dann zu einer vierten Generation Passegger kommt, bleibt die Entscheidung meiner Kinder in ein paar Jahren. 
Bernhardt: Gar nicht, da ich ein EPU bin.
Gupper: Meine Familie wird nur in einem sehr geringen Maße in da Unternehmen miteinbezogen.

Autor:

Selina Wiedner aus Voitsberg

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