Keine Nachfolger
Pankl-Gruppe kauft Krenhof AG in Köflach

Die Firma Krenhof AG wird von der Pankl-Gruppe übernommen.
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  • Foto: Krenhof
  • hochgeladen von Harald Almer

Der Standort Köflach mit seinen 260 Mitarbeitern wird durch die Übernahme abgesichert.
KÖFLACH. Vor knapp 130 Jahren kam die Familie Berl als Haupteigentümer von Krenhof an Bord. Sowohl die Eigentümerfamilie als auch Geschäftsführer Matthias Hartmann fanden für den Köflacher Traditionsbetrieb keinen familiären Nachfolger und so suchte man einen strategischen Partner für die Zukunft. Diesen fand man nun in der obersteirischen Pankl-Gruppe. "Die Verträge sind so gut wie unterschrieben, der Verkauf ist fixiert", sagt Hartmann. "Wir hatten selbst vor, das Werk um eine Aluminiumschmiede zu erweitern, das deckt nun die Kapfenberger Pankl Schmiedetechnik GmbHG ab." Krenhof beschäftigt derzeit 260 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Vorjahr einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. "Ich habe auch schon Bgm. Helmut Linhart informiert, für das Werk in Köflach ändert sich jetzt einmal gar nichts." Hartmann selbst bleibt noch einige Zeit im Vorstand von Krenhof. "Ich habe bei dieser Übernahme ein sehr gutes Gefühl, denn es bedeutet für uns beste Perspektiven für die Zukunft."

Automotive-Bereich

Bei den Mitarbeitern legt Krenhof mehr Wert auf die Einstellung als auf die Vorbildung. "Bildung kann man relativ gut nachholen. Wenn einer nicht will, ist das aber ein echtes Problem", sagt Hartmann. Die Krenhof AG ist zu 80% in der Automotive-Branche als Zulieferfirma im Einsatz. Die Bestandteile wie Getriebeteile, Zahnräder oder Antriebswellen sind in den deutschen Premiumklassen der Automobile ebenso zu finden wie in Lastkraftwägen, Motorrädern und auch in Bahnhöfen. Ein weiterer Zweig ist die Bauwirtschaft, hier vorzugsweise die Schalungstechnik.
Die Digitalisierung macht auch vor der Krenhof AG nicht Halt. So gibt es für die 260 Mitarbeiter 200 EDV-Zugänge. "Das würde man bei einer Schmiede eigentlich nicht erwarten, oder?" Bevor hoch belastbare Schmiedeteile hergestellt werden, läuft die komplette Planung virtuell ab. "So können wir Fehlerquellen minimieren, bevor die Teile in die Fertigung kommen."

Ausbau des Standorts Köflach

Und was sagt Pankl-Chef Wolfgang Plasser. Die WOCHE hat ihm Fragen gestellt:
Bleibt der Standort Voitsberg bestehen?
Plasser: Unbedingt. Unsere Strategie ist es, das ist sozusagen das Pankl-Gen, zuerst die Aufträge zu holen und dann in Umsetzung zu bringen. Funktioniert unser sportlicher Plan, dann werden wir in vier bis fünf Jahren darüber reden, den Standort Voitsberg auszubauen. Für die Mitarbeiter gibt es de facto eine Beschäftigungsgarantie, über kurz oder lang werden wir auch über Personalaufstockungen reden.

Was passiert mit dem Krenhof-Chef Matthias Hartmann?
Plasser: Er wird künftig die Schmiededivision Pankl & Krenhof leiten.

Bleibt der Name Krenhof bestehen?
Plasser: Die Marke Krenhof wird in irgendeiner Form bestehen bleiben, weil die Marke ausgesprochen positiv besetzt ist. In welcher Form wir die Firmen Pankl und Krenhof im Markennamen verschmelzen, das wissen wir noch nicht.

Ist eine gemeinsame Lehrlingsausbildung ein Thema?
Plasser: Wir haben auch heuer wieder 30 Lehrlinge aufgenommen und halten aktuell bei 108 Lehrlingen. Aber auch Krenhof setzt auf eine qualitätsvolle Lehrlingsausbildung. Eine gemeinsame Ausbildung wird allein schon räumlich nicht sinnvoll sein, da trennt uns das Gaberl, aber gewisse Programme wird es für die Lehrlinge schon gemeinsam geben.

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