Bezirk Voitsberg ist "Gelb"
Screening-Team testet erstmals zwei betroffene Schulklassen

Amtsärztin Dr. Rosemarie Gössler ist sehr stark gefordert.
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31 Personen sind derzeit Covid-19-positiv, 141 Personen in Quarantäne. Tendenz steigend.
VOITSBERG. Mit heutigem Freitag wurde der Bezirk Voitsberg in der Corona-Ampel auf "Gelb" hinaufgestuft, weil sich zuletzt die positiven Corona-Fälle häuften. Laut Amtsärztin Dr. Rosemarie Gössler gibt es im Bezirk 31 auf Corona positiv getestete Personen, 141 Menschen sind derzeit als Kontaktpersonen abgesondert und müssen zehn Tage in Quarantäne bleiben.

Stärkere Sensibilisierung

"Für uns im Amt hat die Gelbstufe keine Auswirkungen", erklärt Gössler. "Denn wir haben in der Bezirkshauptmannschaft ohnehin erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Aber für die Menschen im Bezirk bedeutet diese Ampelfarbe eine gewisse Sensibilisierung, was grundsätzlich positiv ist." Eine Geburtstagsfeier sorgte für eine Streuung des Virus im Bezirk, mittlerweile sind auch die ersten beiden Schulklassen in einer Volks- und in einer Mittelschule betroffen. "Wir konnten erreichen, dass am Freitag ein eigenes Screening-Team an diese Schulen fährt, um alle Schüler testen zu lassen. Damit brauchen die Eltern mit ihren Kindern nicht zu einer Teststation fahren, wir können das Screening vor Ort durchführen", so Gössler.

Grippeimpfung stark gefragt

Sehr stark wird derzeit die Grippeimpfung nachgefragt. Die beiden Impftermine in der BH Voitsberg sind komplett voll, weitere werden folgen. "Die Zahl der Grippeimpfungen in der BH liegen normalerweise im Promillebereich, was den Bezirk betrifft, denn wir haben nur ein bestimmtes Kontingent vom Land Steiermark zur Verfügung. Ich werde aber eine Erhöhung dieses Kontingents beantragen, denn ich nehme derzeit sehr viele Anfragen entgegen." In den Apotheken und bei praktischen Ärzten ist der Bedarf genauso hoch, da wird noch viel mehr Impfstoff gebraucht.

Intensivste Zeit

Gössler hat in ihrer Zeit als Ärztin noch nie so eine intensive Zeit erlebt wie das letzte halbe Jahr. "Im Frühjahr war es schon sehr arbeitsreich, aber da war das Amt zugesperrt. Jetzt haben wir offen, ich könnte rund um die Uhr sieben Tage die Woche arbeiten, so viel Bedarf ist gegeben." Besonders zeitintensiv ist das Contact Tracking der infizierten Personen. "Jeder positiv Getestete muss uns die engeren Kontakte der letzten Tage nennen, wir rufen dann jeden einzelnen an, um sie abzusondern. Wichtig ist es, vor allem die asymptomatischen Fälle zu erreichen, denn Menschen ohne Symptome kommen gar nicht auf die Idee, dass sie ansteckend sein können. Wir beschränken uns hier auf die engeren Kontakte, aber auch das ist schon aufwändig genug."

Amtsärztin Dr. Rosemarie Gössler ist sehr stark gefordert.
31 positive Covid-19-Fälle, 141 Personen sind im Bezirk in Quarantäne.

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