Störche in Köflach
Seit September liefen die Gespräche

Das Thema Störche in Köflach sorgte in den letzten Wochen für gehörige Aufregung. Denn das Storchennest im Haus, wo die Schutzengel-Apotheke eingemietet ist, musste entfernt werden, die Stadtgemeinde Köflach stellte kurzerhand einen neuen Masten auf, wo das Storchennest platziert und zum Glück von den Störchen auch angenommen wurde.

Wüste Beschimpfungen

Das war die eine Seite der Medaille. Die andere allerdings war, dass sich Hausbesitzerin Margrit Flesch und ihr Sohn Heinz-Georg Flesch sehr über die einseitige Berichterstattung in den Medien ärgerten. "Es gab keinerlei Kontaktaufnahme mit der immer wieder beschuldigten Hausbesitzerin. Der Shitstorm in sozialen Medien und die Beschimpfungen des Apothekenpersonals fanden keine Erwähnung", ist Heinz-Georg Flesch bestürzt. 

Pfahllösung vorgeschlagen

Tatsache ist, dass es im August 2018 durch ein Unwetter einen Wassereintritt bei dem besagten Haus gab. Bei der Behebung des Schaden - verschuldet durch die jahrelangen Verschmutzungen durch die Störche - wurde ein erheblicher Schaden am Dachstuhl im Dachbereich unter dem Horst festgestellt. Folglich gab es seit September Gespräche mit dem Land Steiermark, dem Verein "Weissstorch" und dem langjährigen Betreuer des Horstes, Anton Plaschzug. "Ab Oktober hatten wir auch Gespräche mit Vertretern der Stadtgemeinde. Es konnte keine Lösung gefunden werden, obwohl von unserer Seite auch die Pfahllösung, wie sie jetzt umgesetzt ist, vorgeschlagen wurde. Wir verwiesen auf die Gemeinde Tillmitsch, wo Ähnliches realisiert wurde", so Flesch. "Die Kompetenz und Zuständigkeit wurden leider im Kreis geschoben."

20.000 Euro Sanierungskosten

Klar war für die Familie immer, dass es bis Anfang März eine Lösung geben muss, da im Bereich des Daches Gefahr im Verzug war, es hätten Dachteile bzw. der Kamin instabil werden können. "Bekannt war auch, dass mit dem Storch nach bisherigen Aufzeichnungen ab Anfang März zu rechnen war. Der früheste Termin der Rückkehr vor dem heurigen Jahr war der 5. März." Laut Flesch betrugen die bisherigen jährlichen Kosten für Sanierung und Wartung des Daches und der Dachrinnen (Storchenkot, Nestabfälle) rund 300 bis 500 Euro und waren vom Hauseigentümer zu tragen. "Die aktuelle Sanierung des Daches bewegt sich aber im Bereich von 20.000 Euro und wurde größtenteils durch die jahrelange Storchenbekotung verursacht. Das Problem war also sowohl der Naturschutzabteilung des Landes als auch der Gemeinde seit Monaten bekannt, hat aber erst durch den medialen Aufruhr dazu geführt, dass man eine Lösung in Gang setzte", so Flesch.

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