Karlschacht/Alpineweg
Sogar van der Bellen wurde eingeschaltet

Auf dieser Wiese soll eine Reihenhaussiedlung der SGK entstehen, Mathilde Frießnegg kämpft dagegen an.
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Mathilde Frießnegg will eine Wiese kaufen, wo die Siedlungsgenossenschaft Köflach schon einen Optionsvertrag für eine Reihenhaussiedlung hat.

KÖFLACH/ROSENTAL. Diese Causa ging bis zu Bundespräsident Alexander van der Bellen. In der Karlschachtstraße/Alpineweg - Gemeinden Köflach und Rosental - befindet sich eine Wiese mit einer Gesamtfläche von 4.516 m2. "Dort ist seit Jahrzehnten eine natürliche Wiese mit Pflanzen und Tieren wie Wildkaninchen, Bienen - aktuell zwischen 10 und 19 Bienenstöcken - Vogelarten, Schmetterlinge, Libellen, Grillen, Igel, Frösche, Fledermäuse, Marder und Maulwürfe entstanden", sagt Anrainerin Mathilde Frießnegg. Die Siedlungsgenossenschaft Köflach hat mit dem Besitzer einen Optionsvertrag abgeschlossen, hier soll eine Reihenhaussiedlung entstehen.

Viel mehr Schatten

Das will Frießnegg nicht hinnehmen und wollte das Grundstück kaufen. "Hier wird wertvoller Naturraum geopfert. Die Bienenstöcke wird es durch die Rodung nicht mehr geben, auch der Lebensort von anderen Wildtieren wird vernichtet. Wir wollen, dass die Wiese erhalten bleibt." Frießnegg befindet sich an der Südseite und hat erst ab März aufgrund der geografische Gegebenheiten direkte Sonneneinstrahlung. "Danach werden wir noch weniger Sonne bekommen. Die Wiese funktioniert als Ausgleich zur angrenzenden Industriezone, es ist wie eine kleine Lunge der Gemeinden."
Frießnegg startete eine Online-Petition und gründete eine Facebook-Gruppe. Außerdem will sie den Bürgermeistern Helmut Linhart und Engelbert Köppel eine Unterschriftenliste zukommen lassen. "Ich habe an die SGK, an die Bürgermeister und sogar an unseren Bundespräsidenten geschrieben. Ironischerweise bekam ich nur von ihm eine schnelle Antwort."

Treffen mit den Imkern

Was sich mittlerweile geändert hat. Die Stadtgemeinde Köflach verweist auf die Rechtslage, dass sie sich in einen privaten Verkauf nicht einmischen kann, aber alle rechtlichen Verfahren genau einhalten wird. Der Rosentaler Bgm. Engelbert Köppel steht in Gesprächen mit der SGK und der Imkerfamilie Puffing, um die Bienenstöcke zu sichern. "Denn der Puffing-Honig ist preisgekrönt."
Der SGK mit Vorstand Petra Neuherz ist die Thematik bewusst. "Das besagte Grundstück ist bereits seit zehn Jahren im rechtskräftigen Flächenwidmungsplan 4.0 der Stadtgemeinde Köflach als Bauland-Aufschließungsgebiet Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Aufgrund der aufrechten Bebauungsfrist wurde der Grundeigentümer von der Stadtgemeinde Köflach nun aufgefordert, das gegenständliche Grundstück flächenwidmungsgemäß zu bebauen. Aus diesem Grund ist der Grundeigentümer an uns herangetreten und hat uns sein Grundstück zum Kauf angeboten.
Nach Rücksprache mit den beiden Bürgermeistern von Köflach und Rosental wird eine Bebauung mit einem geförderten Reihenhausprojekt für Jungfamilien mit leistbaren Mieten begrüßt. Das Grundstück ist rundherum verbaut und auch das angrenzende Bergbaugebiet als Naherholungsgebiet spricht für einen geeigneten Standort für eine Reihenhausanlage. Vom Land Steiermark wurde das Grundstück bereits positiv für eine geförderte Bebauung begutachtet." Und das Thema der Zersiedlung und die Bebauung von Aufschließungslücken in zentralen Lagen war zuletzt in vielen Medien. "Mir ist bewusst, dass der derzeitige Ausblick von Frau Frießnegg mitten im Wohngebiet auf eine grüne Wiese schöner ist als auf eine Wohnanlage. Man muss sich doch schon bewusst sein, dass es sich hier um wertvolles Bauland handelt, welches aufgrund des Flächenwidmungsplan mit einer vorgesehenen Bebauungsfrist zu bebauen ist. Wer unsere Wohnanlagen kennt, weiß, dass wir bei unseren Wohnanlagen Wert auf große Grünflächen legen und wir unsere Wohnanlagen gemeinsam mit unseren Architekten in die bestehende Struktur der umliegenden Objekte/Häuser eingliedern."

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