A2-Zubringer Mooskirchen
Überholverbot und Rumpelstreifen ab Sommer

Die Einmündung am Autobahn-Zubringer Mooskirchen von Graz kommend wird um 190 Meter verlängert.
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  • Foto: Asfinag
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Sommerferienbeginn als Startschuss für vierwöchige Umbaumaßnahmen
MOOSKIRCHEN. Ein tödlicher Unfall im Dezember 2018 am Autobahn-Zubringer Mooskirchen war der aktuellste Auslöser, dass Markus Bratschko, Leiter der Autobahnmeisterei Unterwald, Alarm schlug. "Der Zubringer war mir immer schon ein Dorn im Auge, denn er ist eine unfallträchtige Stelle", so Bratschko. Die Asfinag-Bauabteilung mit Gernot Guttmann und Martin Kobald trat mit umfangreichen Aktivitäten auf den Plan: Im Rahmen von Verkehrssicherheitsuntersuchungen wurden sehr viele Daten wie die Zahl der Unfälle, die Ursachen und die bei Unfällen herrschenden Verhältnisse analysiert. Auf Grund dieser Daten wurden Maßnahmen geplant, die das Kuratorium für Verkehrssicherheit und das zuständige Ministerium nun abgesegnet haben.

Keine Vorrangsänderung

"Eine Änderung des Vorrangs zwischen den Einmündungen von Graz bzw. Klagenfurt kommend ist nicht möglich", erklärt Bratschko. "Erstens mündet die Abfahrt Graz in die von Klagenfurt und zweitens sehen die von Klagenfurt kommenden Verkehrsteilnehmer die Rechtskommenden nicht oder zu spät, das betrifft vor allem Lkw-Lenker. Eine Verlängerung der Einmündungsspur von Graz kommend ist unerlässlich." Neben dieser Verlängerung um 190 Meter wird auf der gesamten Länge des Zubringers in der Mitte ein 30 Zentimeter breiter "Rumpelstreifen" installiert. "Viele Unfälle geschahen durch Unaufmerksamkeit wie zum Beispiel Hantieren mit dem Handy", weiß Bratschko. "So ein Streifen soll die Lenker aufrütteln, auch wenn sie übermüdet sind." Ebenfalls neu ist ein durchgängiges Überholverbot. Weiters wird ein Geschwindigkeitstrichter mit 80 km/h vor der Kuppe bis hin zum Kreisverkehr verordnet, um die Gefahr von Auffahrunfällen zu minimieren.

Teilsperren sind notwendig

Die Arbeiten starten mit Beginn der Sommerferien am 11. Juli und werden vier Wochen dauern. Während dieser Zeit sind die Abfahren von Klagenfurt und Graz kommend gesperrt, die Auffahrten sind offen. "Es ist ein relativ enger Zeitplan und so gewährleisten wir, dass sich die Mitarbeiter der Baufirmen frei und sicher bewegen können. Für zwei Tage wird der Zubringer komplett gesperrt, um die Rumpelstreifen anbringen zu können." Ausweichen ist über die Abfahrten Lieboch und Steinberg möglich.

Verdoppelung des Verkehrs

Generell ist laut Bratschko das Verkehrsaufkommen auf der Pack-Autobahn stark gestiegen. "Vor acht Jahren wurden rund 10.000 Fahrten täglich auf dem Abschnitt, wofür wir zuständig sind. gezählt. Im Vorjahr lag die Zahl bereits über 20.000, hat sich also verdoppelt", so Bratschko. Zum Vergleich: Auf der Strecke Graz-Ost bis Graz-West fahren 100.000 Fahrzeuge, auf der A9 zwischen Graz und Leibnitz sogar 130.000. Gleichzeitig wurde die Verkehrssicherheit stark angehoben. "Vor dem Vollausbau 2007 gab es im Jahr auf unserem Abschnitt der A2 rund 300 Unfälle, jetzt sind es in etwa 50." Zur Reduktion der Unfälle trägt die gute Kooperation zwischen Asfinag und Exekutive  ebenso bei wie die vielen internen Inspektionen. "Bei den sogenannten RSI-Befahrungen sind wir mit fahrenden Labors unterwegs, wo Griffigkeit, Spurrillen und anderes überprüft wird. Ich bin sehr stolz auf meine 20 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, denn sie übernehmen viel Verantwortung und tragen auch sämtliche technische Entwicklungen mit", so Bratschko abschließend.

Autor:

Harald Almer aus Voitsberg

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