Was Mann in der Region Voitsberg gesund hält

Vortragende Anna Kirchengast, Wolfgang Obendrauf von der Männerberatung und Astrid Kniendl von akzente
  • Vortragende Anna Kirchengast, Wolfgang Obendrauf von der Männerberatung und Astrid Kniendl von akzente
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Das Interesse am Thema Gesundheitsförderung für Männer und männliche Jugendliche ist sehr hoch: Etwas 100 Interessierte haben in den vergangenen Monaten in sechs steirischen Regionen in Gesprächsrunden regionale Angebote und Bedarfe rund um Männergesundheit recherchiert. Ziel war es bei der Expertenrunde im Februar bei "akzente", Erfolgsbeispiele und Chancen sowie Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse für Voitsberg wurden nun von Soziologin Anna Kirchengast und Wolfgang Obendrauf von der Männerberatung ebenfalls bei "akzente" vorgestellt.

Dramatische Lage

In Voitsberg leben Frauen in Durchschnitt fünf Jahre länger als Männer. Der Grund dafür ist das unterschiedliche Verhalten sowie der unterschiedliche Zugang zum Thema Gesundheit - Frauen fühlen sich dabei leichter angesprochen. Zudem trifft der Begriff "Risiko-Gesundheit" eher auf Männer zu. Dabei denkt der Betroffene er sei gesund, wenn der Körper auch unter extremer Belastung alles aushält. Männer sind also von Gesundheitsproblemen stark betroffen, die Angebote, die es gibt, richten sich eher an Frauen.
Die Ergebnisse der Gesprächsrunden zeigen, dass es ein großes Interesse an Gesundheitsförderung gibt. Die hohe Teilnehmerzahl und das Medienecho bieten große Möglichkeiten, um das Wissen über die Angebote in der Region zu steigern. 

Gesundheitsförderung in Vereinen

In Voitsberg gibt es 507 Vereine, 61% der Männer in der Region sind zumindest einem Verein zugehörig. Die optimale Lösung wäre also die Gesundheitsförderung in den Vereinen zu verankern und Botschaften zu verbreiten. Dafür werden bereits zwölf Botschafter bei "akzente" ausgebildet, die konkrete Ideen entwickeln und umsetzen. Vereine wären also als Multiplikatoren denkbar. Einziger Nachteil: Der Umgang mit Alkohol muss verbessert werden.
Die Pflegedrehscheibe, die seit März aktiv ist, ist ein gutes Beispiel für die Gesundheitsförderung in Voitsberg. Auch "Luiii" das JUKO Köflach und "akzente" selbst zeigen vor, wie es richtig gemacht werden kann.

Spezielle Bedarfe in Voitsberg

Die Ergebnisse zeigen, dass es noch einige Bedarfe an Gesundheitsförderung in Voitsberg gibt:

  • Bedarfe an konsumationsfreien Räumen
  • Notschlafstellen, betreute Wohnformen für Jugendliche
  • Suchtberatungen
  • mehr Vorträge und Diskussionen 
  • Begleitpersonen für Neuzugezogene
  • Bedarf an Männerberatung
  • Stärkere Suizidprävention - vor allem bei Männern
  • Bedarf an Angeboten für junge Väter

Die Ergebnisse werden dem Land Steiermark Anfang Juni übermittelt, die auch Auftraggeber des Projekts sind. Anschließend wird ausgewertet, welches Vorhaben umgesetzt wird.

Autor:

Selina Wiedner aus Voitsberg

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