Wie sieht die Zukunft für das Tierheim in Rosental aus

LR Kurzmann zeigte großes Interesse bei seinem Besuch im Tierheim Rosental und beantwortete unsere offenen Fragen.
  • LR Kurzmann zeigte großes Interesse bei seinem Besuch im Tierheim Rosental und beantwortete unsere offenen Fragen.
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Bei der Vergabe von Fördergeldern für die steirischen Tierheime gab es einige Ungereimtheiten. Dem Tierheim Franziskus in Rosental wurde anlässlich des Neubaus Unterstützung zugesagt. Obmann Günter Haider hatte sich trotz erhöhter Belastungen auf eine Kürzung von 25 Prozent eingestellt. Doch wurde es schlimmer als erwartet, es gab um 40 Prozent weniger Fördermittel. Unserer Redaktion wurde eine Liste zugesandt, aus der hervorging, dass es dafür weitaus höhere Förderungen für andere Tierheime gab. Sowohl die Anfragen Haiders als auch die der Woche-Redaktion an LR Seitinger blieben unbeantwortet. Da der Tierschutz nun in Ihren Zuständigkeitsbereich fällt, hoffen wir, dass Sie der Woche bzw. dem Betreuerteam einige Fragen beantworten können, da es auch um den Fortbestand des Tierheims und in weiterer Folge um deren Arbeitsplätze geht:

Wenn es einen Fünfjahresplan für den steirischen Tierschutz gäbe, wie könnte dieser aussehen?

Ich habe diesen Ansatz der längerfristigen Planung – im konkreten Fall über fünf Jahre – bereits mit Dr. Haider besprochen. Natürlich macht es grundsätzlich Sinn, sich in einem Themenbereich wie dem Tierschutz auch längerfristig Gedanken zu machen und nicht immer nur auf ein Jahr im Voraus zu planen.

Ist eine Zentralisierung oder Dezentralisierung der Tierheime geplant?

In allen Bereichen ist es wichtig, dass in Zukunft auch regionale Strukturen erhalten bleiben. Eine Zentralisierung bedeutet eine Verschlechterung der Lebensqualität für die ländliche Bevölkerung, eine Ausdünnung der Region! Das sehe ich auch im Bereich des Tierschutzes so: Regionale Strukturen sind zu erhalten, denn es ist wichtig, dass in jeder steirischen Region eine Anlaufstelle gibt.

Wie werden die künftigen Fördergelder aufgeteilt. Fair wäre es, einen Pauschalbetrag pro Tierheimplatz festzulegen, der in Graz gleich hoch ist wie in Voitsberg oder anderen ländlichen Gemeinden. Momentan sieht die Förderung pro Tierheimplatz ganz anders aus, nämlich, dass in Graz doppelte mehr gefördert wird als in Leibnitz oder Voitsberg.

Die Aufteilung der Förderungen muss natürlich den geänderten Gegebenheiten und dem Status Quo angepasst werden. Die Budgetverhandlungen beginnen jetzt im Herbst, ich hoffe sehr bald darüber im Klaren zu sein, wie hoch das Tierschutzbudget für das kommende Jahr ist. Erst dann wird es Sinn machen, die Verteilung der Fördergelder im Detail zu diskutieren.

Wie steht es um die Zusammenarbeit steirischer Tierheime? Zur Zeit gibt es keine Tendenzen in diese Richtung. Ist eine solche geplant? Aktuell ist die Arche Noah zum bersten gefüllt, während es in Voitsberg noch freie Kapazitäten für Hunde und Katzen gibt. Wie sieht ihr Plan für eine einheitliche Organisation aus?

Ein gutes Gesprächsklima auch untereinander ist die Basis für eine funktionierende Zusammenarbeit – und im Sinne der Tiere sollte es künftig Steiermark weit eine solche Zusammenarbeit sehr wohl geben.

Wird es endlich einen tierärztlichen Leistungskatalog geben (Kastrationen, Impfen, Entwurmen, Entflohen etc). Dem Tierheim Franziskus in Rosental wurde der Vorwurf zu hoher Tierarztkosten gemacht.

Ich kenne diesen Vorwurf an das Tierheim Franziskus, den mir auch Dr. Haider im persönlichen Gespräch bestätigt hat. Vor allem bei Katzen ist der Aufwand vergleichsweise recht hoch, da das Tierheim Franziskus vorbildlich – obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben – auch alle Katzen chippt. Eine bundeseinheitliche Regelung wäre in dieser Sache sehr sinnvoll.

(Anm.: Tierärztlicher Leistungskatalog wird bei Beantwortung dieser Frage als bundeseinheitliche Regelung aufgefasst)

Wie sieht es bezüglich Kostenwahrheit und Offenlegung der Finanzen der steirischen Tierheime aus? Trotz Spendenfreudigkeit steirischer Tierfreunde sind die Existenzen einiger Tierheime bedroht.

Ich denke, ein gewisses Maß an Offenheit ist jedem Verein zuzumuten. Es soll hierbei schließlich nicht um persönliche Bereicherung gehen – das verurteile ich aufs Schärfste, sondern darum, dass die Tiere solange sie im Tierheim bleiben müssen möglichst gut versorgt werden. Es ist mir durchaus bewusst, dass viele Vereine auf Spenden bzw. auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen sind. Daher wäre es unverantwortlich, im Budget für den Tierschutz in der Steiermark weitere Kürzungen vorzunehmen – die Tiere, die Heime, die Betreiber und die Angestellten würden darunter leiden.

Wo: Tierheim Franziskus, Rosental an der Kainach auf Karte anzeigen
Autor:

Renate Sabathi aus Voitsberg

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