Ehrlich arbeiten für Voitsberg

Die ÖVP Voitsberg mit Spitzenkandidat Manfred Prettenthaler baut auf ein starkes Team.
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Der Voitsberger ÖVP-Spitzenkandidat Manfred Prettenthaler spart nicht mit Kritik an der jetzigen Stadtregierung.

Das Motto Ihres Teams lautet: Voitsberg braucht Veränderung. Warum?
Manfred Prettenthaler: Weil in Voitsberg seit Jahren Stillstand herrscht und viele Dinge schief laufen. Nehmen wir den Teil-Verkauf der Stadtwerke nach Judenburg. Wären wir eigenständig geblieben und hätten uns die Stadtwerke Köflach als strategischen Partner geholt, hätten wir jetzt nicht unser Familiensilber verscherbelt. Nehmen wir die Gebührenerhöhung beim Wasser, teilweise betrug die Erhöhung bis zu unglaublichen 80 Prozent. Hier wurden keine Rücklagen für die anstehende Kanalerneuerung am Hauptplatz und andere Investitionen gebildet. Nehmen wir das ÖDK-Gelände, wo ohne Notwendigkeit ein privater Investor mit an Bord geholt wurde.

Ist Ihnen das ÖDK-Gelände ein Dorn im Auge?
Prettenthaler: Nein, die Gründe an sich wären eine Jahrhundertchance für Voitsberg gewesen. Auf diesen 245.000 Quadratmetern hätten sich namhafte Industriebetriebe mit vielen neuen Arbeitsplätzen ansiedeln können. Es gab auch Angebote von internationalen Konzernen, aber sie wurden durch die hohen Grundstückspreise abgeschreckt. Das schnelle Geld für den privaten Investor und seine Freunde war wichtiger als eine mittel- und langfristige Strategie mit vielen Arbeitsplätzen und Einnahmen aus der Kommunalsteuer. Bis jetzt gibt es dort keine neuen Arbeitsplätze, es wurde nur umgeschichtet. Das Wasserschutzgebiet 2 wurde auf Betreiben der Stadt hin vom Land umgewidmet. Dazu mussten zwei Sperrbrunnen auf Kosten der Bevölkerung errichtet werden. Die SPÖ-Stadtregierung will auf Biegen und Brechen einen neuen Stadtteil errichten und höhlt damit gleichzeitig die Innenstadt aus. Diese Zweigleisigkeit lehnen wir entschieden ab.

Wofür setzt sich die ÖVP Voitsberg ein?
Prettenthaler: Wir haben drei große Schwerpunkte: Wirtschaft und Infrastruktur, zweitens Gesundheit, Familien und Soziales und drittens die Transparenz und Mitgestaltung in allen Belangen der Gemeinde. Im Klartext: Wir wollen die absolute Mehrheit der SPÖ brechen!

Wirtschaft und Infrastruktur, was kann man darunter verstehen?
Prettenthaler: Die SPÖ spricht immer von der Innenstadtbelebung, das Tempo der Umsetzung ist aber schleppend. Im Gemeindebudget ist für die nächsten Jahre kein Geld für diese Belebung vorgesehen. Der Hauptplatz muss komplett barrierefrei werden und wir brauchen dringend einen Nahversorger am Hauptplatz. Wir fordern, dass sich produzierende Betriebe am ehemaligen ÖDK-Gelände ansiedeln und keine weiteren Einkaufszentren, die wir nicht brauchen. Der Stadtwerke-Verkauf muss rückgängig gemacht werden, zusätzlich stehen viele Straßensanierungen an.

Gesundheit, Familien und Soziales, was ist damit gemeint?
Prettenthaler: In den letzten Wochen und Monaten wurde das Problem der 24-Stunden-Notfallversorgung vor Ort akut, da müssen wir dringend etwas tun. Familien mit Kindern brauchen eine leistbare Ganztags-Betreuung und die Einrichtung der Tagesbetreuungsstätte für Senioren ist ein Muss. Wir wollen, ähnlich wie in Maria Lankowitz, den Studenten einen Fahrtkostenzuschuss ermöglichen und auch die Schüler-Freifahrten müssen weiter abgesichert sein.

Was passt Ihnen an der Transparenz der SPÖ-Regierung nicht?
Prettenthaler: Da passt gar nichts. Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt, von Transparenz keine Spur. Nehmen wir die Kultur. Voitsberg.com muss in die Stadtgemeinde eingegliedert werden, bei den Veranstaltungen muss das Motto Qualität vor Quantität heißen. Alt-Bürgermeister Ernst Meixner mischt nach wie vor bei der Sparkasse und in der Kultur mit. Wir fordern ein professionelles Stadtmarketing mit guten Netzwerken in der ganzen Steiermark und in ganz Österreich, damit die Stadt auf allen Ebenen einen Sprung nach vorne macht.

Autor:

Harald Almer aus Voitsberg

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