In Bärnbach fiel der Startschuss für neue Jobs

Pressekonferenz mit Bgm. Bernd Osprian, Minister Jörg Leichtfried, LR Doris Kampus und LAbg. Karl Petinger
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Eines der größten Probleme in ganz Europa ist die hohe Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen. "Da arbeitet man sein ganzes Leben lang, plant einen Kredit bis zur Pension abzuzahlen und plötzlich wird man durch Umstrukturierung arbeitslos", schildert Bundesminister Jörg Leichtfried die Situation vieler älterer Menschen. "Man schickt 50, 60 Bewerbungen ab und bekommt nur Absagen." In Österreich sind rund 40.000 Menschen in dieser Situation.

Um der Langzeitarbeitslosigkeit älterer Menschen entgegenzuwirken, wurde die "Aktion 20.000" vom Sozialministerium ins Leben gerufen. In neun Modellregionen bekommen Gemeinden, aber auch gemeinnützige Organisationen und Vereine bis zu 100% der Lohn- bzw. Gehaltskosten für die neu eingstellten MItarbeiter vom Bund refundiert. In der Steiermark wurde die Region Deutschlandsberg/Voitsberg als Modellregion auserkoren. Und so fiel der Startschuss für diese Aktion am Montag in Bärnbach, wo die Stadtgemeinde den Maler Werner Riedl anstellte, der früher für die Best GmbH gearbeitet hatte. "Er hat große Fähigkeiten und ist für unsere Bereicherung", so der Bärnbacher Bauamtsleiter Wolfgang Bregar. "Diese Aktion kam für uns gerade zum richtigen Zeitpunkt", freute sich Bgm. Bernd Osprian. "Wir Bürgermeister sind mit der Arbeitslosigkeit älterer Menschen am stärksten konfrontiert. Wir in Bärnbach haben noch weitere Bereiche, wo wir diese Aktion nutzen werden."

"Die Menschen wollen arbeiten, arbeiten, arbeiten, alles andere sind Gerüchte und Unterstellungen", so die steirische Soziallandesrätin Doris Kampus. "Mich freut es besonders, dass hier zusätzliche Angebote entstehen, zum Beispiel bei der Versorgung und Unterstützung im Alltag bis hin zu Begleitungen zu Veranstaltungen oder bei Arztbesuchen." In der Region sind um die 500 ältere Langzeitarbeitslose, 220 davon sollen in neue Jobs integriert werden. "Die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, in Voitsberg sind es 9,7%. Die Politik schafft keine Arbeitsplätze, aber die Rahmenbedingungen, dass die Arbeitslosigkeit sinken kann. Wir führen die Menschen aus der Mindestsicherung heraus und werden dieses Projekt 2018 auf die ganze Steiermark ausdehnen."

Am 26. Juli kommt Sozialminister Alois Stöger in die Lipizzanerheimat und wird auch die erste Evaluation präsentieren. "Wir spielen in der Region Deutschlandsberg/Voitsberg eine Vorreiterrolle", ist LAbg. Karl Petinger begeistert.

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