Das Pibersteiner Transferkarussell hat sich zu drehen begonnen

Peter Kozissnik (links) ist bei St. Anna unter Vertrag, Davor Bratic hat ein Angebot aus der 1. Liga in Slowenien, dürfte aber Trainer Pflug nach Oberwart folgen.
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  • Peter Kozissnik (links) ist bei St. Anna unter Vertrag, Davor Bratic hat ein Angebot aus der 1. Liga in Slowenien, dürfte aber Trainer Pflug nach Oberwart folgen.
  • hochgeladen von Franz Taucher

Der "worst case" wäre die Vereinsauflösung des FC Piberstein.

Das Transferkarussell dreht sich in diesem Winter ganz heftig. Nach dem Ableben von Hubert Scheer ist der FC Piberstein Lankowitz als Herbstmeister der Steirischen Landesliga im Begriff, sich in seine Bestandteile aufzulösen. Die ersten Spieler sind bereits weg, Trainer Robert Pflug wird im Frühjahr in Oberwart tätig sein.

Dem Obmann-Stellvertreter des FC Lankowitz, Gerald Lasnik und seinem Kassier Manfred Platzer sind die Hände gebunden, der Verein steht auf einmal nicht nur ohne Obmann da, auch Geld für die Fortführung des Spielbetriebes ist so gut wie keines mehr vorhanden. Die logische Konsequenz: die Spieler sind bereits auf der Suche nach neuen Vereinen, den FC PIBERSTEIN LANKOWITZ wird es in dieser Form nie mehr geben."Wenigstens hat sich Hubert Scheer seinen Lebenstraum, den Verein zurück in die Landesliga zu bringen, erfüllen können!", meint Karl Stolz, der bis zuletzt als Sektionsleiter die Geschicke des Vereins mitlenken durfte. "Daß ausgerechnet am Höhepunkt diese Erfolgsgeschichte mit so einem Drama zu Ende gehen mußte, das können viele nicht verstehen", so Karl Stolz zu den Geschehnissen der letzten Wochen. Er hat seine Funktion bereits zurückgelegt. Der Schockzustand hält weiter an, es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen. Der worst case könnte sogar eine Vereinsauflösung mit sich bringen. Mit welcher Mannschaft der Herbstmeister in die Rückrunde gehen wird, steht in den Sternen. Weit und breit keiner, der die Zügel und das dafür notwendige Geld in die Hand nimmt, und wenigstens versucht, den Verein zu retten. So wie es jetzt aussieht, muss der Verein wohl mit seiner zweiten Mannschaft die Saison in der Landesliga zu Ende spielen - vorausgesetzt, das Geld ist dafür vorhanden.

Am Transfermarkt geht es bereits rund - und die Lankowitz-Spieler sind nicht nur im Visier der Steirischen Fußballvereine. Trainer Robert Pflug hat bereits beim SV Oberwart in der Regionalliga Ost unterschrieben und wird im Frühjahr die Burgenländer betreuen. Mit im Gepäck sind Torhüter René Pösendorfer und der Japaner Takeshi Ito, der schon einige Jahre in der Steiermark tätig war. Der Kroate Ivan Grgic hat ein Angebot eines kroatischen Erstdivisionärs. Davor Bratic, der zweite kroatische Legionär des FC Piberstein, fällt seine Entscheidung diese Woche, auch er dürfte dem Trainer nach Oberwart folgen. Aufgrund seiner starken Leistungen in Lankowitz in diesem Jahr sind auch andere Vereine in der Steiermark an ihm interessiert. Gut möglich, daß er in der Regionalliga landen wird.

Der ASK VOITSBERG rüstet auf

Stürmer Daniel Brauneis und Thomas "Johnny" Grassl haben beim ASK Voitsberg unterschrieben, mit den beiden Ex-Lankowitzern kommt ein zweiter Superstürmer zum ASK - Dragan Jelic. Der slowenische Mittelstürmer war zuletzt in Polen in der 1. Liga durchaus erfolgreich beschäftigt - 60 Tore in zwei Saisonen sprechen für sich. Damit ist der Abgang von Benjamin Teuschler (er spielt im Frühjahr in Lebring) mehr als wettgemacht.

Wolfgang Taucher wird ab dem Frühjahr beim Siebenten der burgenländischen Landesliga spielen - dem SV Eltendorf. Peter Kozissnik spielt bei St. Anna in der Steirischen Landesliga. Alexander Fuchshofer wird mit dem Oberliga-Herbstmeister Südost Mettersdorf in Verbindung gebracht.Verteidiger Gernot Kraut ist beim Oberliga-Herbstmeister SV Wildon gelandet, und Reservetormann Tomislav Lipovac hat in Köflach beim ASK mochart Köflach unterschrieben.

ASV Allerheiligen angelt sich drei Lankowitzer
Die Südsteirer verpflichteten gleich drei Spieler des LL-Herbstmeisters: Lukas Ratschnig und Dominik Nöst und Kevin Maritschnegg sind ab sofort einen Stock höher in der Regionalliga Mitte tätig.

Damit ist schon klar, das von der einst so glorreichen Mannschaft nicht viel übrig bleiben wird. Gut möglich, dass der ganze Kader weg sein wird und der FC Piberstein den Spielbetrieb einstellt.

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