Gastronomie
Die Gäste sind noch sehr vorsichtig

Spartensprecher und Vize-Bgm. Manfred Prettenthaler, hier mit seiner Gattin Elisabeth, ist vorsichtig optimistisch.
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  • Foto: Cescutti
  • hochgeladen von Harald Almer

Gastronomie-Sprecher Manfred Prettenthaler zieht eine gemischte Bilanz.

VOITSBERG. Die Gastronomie kämpft nach dem "Lockdown" weiterhin mit den Folgen der Krise. Wie wurde die Krise von den weststeirischen Gastronomen bewältigt?
Manfred Prettenthaler: Die achtwöchige angeordnete Betriebsschließung war für viele uns ein harter Schlag. Teilweise hielten wir Kontakt zu unseren Kunden mit Essenszustellungen oder Abholung der Speisen und die meisten Gastronomen nutzten diese "Zwischenzeit" für die Instandhaltung der Gasthäuser und - höfe oder zur Verschönerung dieser.

Am 15. Mai wurde wieder aufgesperrt. Wie sieht die Lage derzeit aus?
Prettenthaler: Der Beginn verlief sehr zaghaft, obwohl bereits 90 Prozent unserer Gastronomiebetriebe am 15. Mai öffnete. Die Umsatzzahlen bewegen sich derzeit zwischen 40 und 70 Prozent vom Niveau vor Corona. Das Tagesgeschäft mit dem Restaurantbetrieb wurde sofort wieder relativ gut angenommen, das Abendgeschäft verläuft schleppend, denn die Sperrstunde mit 23 Uhr ist einfach zu früh für viele unserer Stammgäste. Zum Glück wird diese jetzt dann auf 1 Uhr verlängert, das hilft schon sehr.

Die Maske ist ja das sichtbare Zeichen dieser Krise. Wie gehen Gastronomen und Gäste damit um?
Prettenthaler:  Die Maskenpflicht beim Eintreten wird teilweise schon relativ locker genommen, da müssen wir immer wieder daran erinnern. Aber im Großen und Ganzen sind unsere Gäste sehr diszipliniert, das sagen mir meine Gastronomie-Kollegen quer durch die Bank. Für die Servicemitarbeiter sind Masken sehr störend, da wird oft auf den tragbaren Plexiglasschutz zurückgegriffen, der aber auch die Dauer auch nicht angenehm ist.

Sind unsere Gastronomiebetriebe bereits wieder im Vollmodus?
Prettenthaler: Nein, keineswegs. Noch sind nicht alle früheren Mitarbeiter beschäftigt, alle Feiern und Hochzeiten sind abgesagt, auch das Fehlen von Kultur- und Sportveranstaltungen merken wir sehr. Generell ist festzustellen, dass die Kunden viel weniger unterwegs sind, viele haben immer noch Angst oder sind wegen der unterschiedlichsten Vorschriften verunsichert, auch weil diese so schnell wechseln. Außerdem sind noch keine Touristen unterwegs, das merken vor allem die Kollegen im Tourismus stark.

Die Folgen von Corona für die Gastronomie?
Prettenthaler: Wir sind trotz allem optimistisch, dass es mit unserer Branche wieder bergauf geht. Die Hygiene wird weiterhin sehr groß geschrieben, aber da sind wir in der Steiermark ohnehin Vorreiter. Aber Faktum ist, dass es auch in der Gastronomie Veränderungen geben wird, der eine oder andere wird sein Gasthaus verlassen, sich wo anders hin begeben oder überhaupt zusperren.

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