Ökostrom - die Stilllegung einzelner Werke droht

Andreas Scheer, Werner Preßler, Elisabeth Penz, Bernd Poinsitt und Stefan Edler ziehen an einem Strang.
  • Andreas Scheer, Werner Preßler, Elisabeth Penz, Bernd Poinsitt und Stefan Edler ziehen an einem Strang.
  • Foto: Cescutti
  • hochgeladen von Harald Almer

Die Ökostromdebatte dauert bereits eine Weile, weil nicht klar ist, ob die Politik wirklich weg von fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas und hin zu erneuerbaren Energieträgern wollen. Im Früjahr waren die Biogasbetreiber im Fokus, hier kommt man sich auf eine kleine Novelle einigen, bevor es zu Stilllegungen kam.

Kraft-Wärme-Kopplung

Nun geht es um die KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung), die aus Biomasse Strom und Wämre erzeugen und wichtig für die Netzstabilität sind. Bei vielen dieser Anlagen laufen in nächster Zeit die Ökostromtarif-Verträge aus und die Weiterführung ist daher nicht gesichert. Dies hätte nicht nur Auswirkungen auf die einzelnen Betreiber und Waldbesitzer in der Region als Rohstofflieferanten, es müssten auch Wärmeabnehmer, die über Fernwärmenetze versorgt werden, mit der Stilllegung ihrer Werke rechnen, da die Wärme ein Koppelprodukt der Stromerzeugung ist. Weiters ist unklar, ob es in Zukunft noch Förderungen für Heizungen mit festen Brennstoffen geben wird.

Kampagen für Ökostrom

Mit der Kampagne "Wer Ökostrom abdreht - dreht Atomstrom auf" weisen im Bezirk Voitsberg die Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft mit Obmann Werner Preßler und Förster Andreas Scherr, der Weldverband mit Obmann Bernd Poinsitt sowie die Ökostrom-Erzeuger, vertreten durch Stefan Edler und Elisabeth Penz, hin. Es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die ein faires und ausgewogenees Ökostromgesetz ermöglichen, das den Ausbau aller erneuerbaren Energiequellen in Österreich vorsieht. "Wären die Folgekosten von Atomstrom mit der Endlagerung und Kohlestrom eingepreist, bräuchten wir diese Diskussion gar nicht erst zu führen", so Edler.

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