30.11.2016, 10:35 Uhr

Als Wohnort ist Ligist sehr gefragt

Vor kurzem machte auch LH Hermann Schützenhöfer einen Abstecher in die Schilchergemeinde. (Foto: Cescutti)

Bürgermeister Johann Nestler über die Infrastruktur-Projekte der Schilchergemeinde Ligist.

Wenn man von Voitsberg kommend nach Ligist fährt, fällt die rege Bautätigkeit in der Gemeinde auf. Ligist ist offenbar sehr gefragt.
Johann Nestler: Wir sind seit Jahren Zuzugsgemeinde und Ligist hat eine gute Anziehungskraft vor allem für junge Familien entwickelt, was mich als Bürgermeister sehr freut. Die ÖWGes baut am Dietenberg vier Häuser mit insgesamt 16 Wohnungen, das Projekt wird im Sommer 2017 fertig. Auch die Wohnungen der Firma Strommer sind im Fertigwerden, die Raiffeisen Immobilien setzt in Zusammenarbeit mit der Baufirma Jürgen Hackl im Zentrum drei neue Gebäude mit neun Wohneinheiten um. Die jungen Familien schätzen unsere gute Infrastruktur in Sachen Betreuung.

Was zeichnet diese Infrastruktur aus?
Nestler: Wir können von der neu erbauten Kinderkrippe bis zur Volksschule alles anbieten. Vor zwei Jahren haben wir eine Nachmittagsbetreuung für die Volksschüler installiert, die derzeit 38 Kinder nutzen. Wir gestalten diese Betreuung tageweise flexibel, für diese Form herrscht große Nachfrage. Unsere Kinderbetreuungseinrichtungen sind so gefragt, dass wir zuletzt sogar zwei Kinder nicht mehr aufnehmen konnten. Ligist hat einfach alles: Eine Bibliothek, ein Museum, ein Keltenhaus, ein Hammerwerk, eine Musikschule, die Burgruine, ein Schwimmbad und eben unsere Betreuungseinrichtungen. Das macht unsere Gemeinde so lebenswert.

Welche Projekte werden in nächster Zeit umgesetzt?
Nestler: Ein großes Projekt, das bereits in der Planungsphase ist, ist der Hauptstrang unseres Kanals, der mitten durch den Ort führt. Dieser Strang wurde 1954 gebaut und muss erneuert werden. Wir gehen davon aus, dass wir 2018 mit dem Bau starten. Da sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig, denn wir erneuern hier nicht nur den Kanal, sondern auch die Regenwasserentsorgung, Fernwärme und Stromkabel. Dieser Strang führt vom Eckwirt bis zum Schwimmbad. Den Marktplatz müssen wir aber nicht aufreißen, das geht zum Glück schonender.

Stichwort Marktplatz. Dieser wurde ja erneuert.
Nestler: Die Sanierung ist fertig, jetzt geht es um die Belebung des Platzes. Es ist schön, dass es bei dieser Erneuerung nur Gewinner gibt. Der Verkehr hat mehr Platz, die Sicherheit wurde höher und für die Ligister ist der Platz nach ihrem Empfinden größer geworden. Wir haben zwei Parkplätze mehr, alles ist übersichtlicher. Der Bus und die Feuerwehr kommen jetzt problemlos überall hin. Ein weiteres Projekt ist die Sanierung der Höllbergstraße, da haben wir schon die Förderungszusagen vom Land Steiermark. Heuer haben wir die Planungsphase gestartet, die Umsetzung erfolgt im Jahr 2017, allerdings in Etappen, denn die Straße ist immerhin 1,5 Kilometer lang.

Das dritte Projekt ist der neue Sportplatz, oder?
Nestler: Der Akt liegt seit 10. Mai beim Landesverwaltungsgericht, weil eine Anrainerin Einspruch erhoben hat. Wir können das Verfahren leider nicht beschleunigen, aber am alten Sportplatz werden die Probleme immer größer. Die Duschen und die Toiletten sind desolat, aber eine erste Sanierung würde 50.000 Euro kosten. Das macht keinen Sinn, weil ja alle Ausschreibungen für den Neubau bereits im Laufen sind. Es geht hier in erster Linie nicht um die Kampfmannschaft, sondern um die 150 Kinder und Jugendlichen, um eine Sportmöglichkeit für Kindergarten und Volksschule. Unser Einzugsgebiet reicht hier bis zu den Gemeinden Krottendorf und Söding-St. Johann.
Das Land hat eine Förderung von 60% zugesagt, darauf wollen wir einfach nicht verzichten, das ist eine einmalige Chance. Allerdings muss der Gemeinderat für die Fläche, wo das neue Sportzentrum hinkommen soll, für 2017 eine neue Nutzung angeben.

Was liegt Ihnen noch am Herzen?
Nestler: Wir werden im nächsten Jahr neue Strauch- und Grünschnittboxen aufstellen, sukzessive werden unsere Müllinseln eingehaust und überdacht, eine Papierpresse haben wir schon angeschafft. Mir ist eine funktionierende Müllentsorgung wichtig, das betrifft eben auch den Grünschnitt. Diese Leistung der Gemeinde ist zwar freiwillig, aber wenn viele Menschen ihren Grünschnitt einfach an bestimmten Plätzen ablegen, will ich da nicht nur zuschauen, sondern etwas tun.

Ein Wort zum Blumenschmuckwettbewerb.
Nestler: Wir haben uns für die heurigen Aktivitäten unserer Blumendamen bedankt und einen Ausflug zur Gartenbaumesse nach Tulln gemacht. Wir schauen auch nächstes Jahr, dass die Schilchergemeinde mit Blumen geschmückt ist und wir bitten die Bevölkerung um rege Teilnahme.

Ein Wort noch zum Advent?
Nestler: Wir haben auch heuer wieder großartige Veranstaltungen in der Adventzeit. Gestartet haben wir schon am vergangenen Wochenende, weitere Veranstaltungen folgen in den nächsten zwei Wochen. Ich bin dankbar, dass wir hier so viele Vereine haben, die sich am Gemeindeleben aktiv beteiligen. Auch das zeichnet Ligist aus.

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