22.09.2014, 11:52 Uhr

Die Jäger sind gefragt

Manfred Prettenthaler und Matthias Zitzenbacher laden am 5. Oktober zum 5. Wildbretfest ein.
Eine Idee etabliert sich. Schon zum fünften Mal laden Bezirksjägermeister Matthias Zitzenbacher und Manfred Prettenthaler vom Gasthof "Zur alten Post" in Voitsberg am Sonntag, dem 5. Oktober, zum Wildbretfest auf Burg Obervoitsberg. Mit der Eintrittskarte sind vier Kostproben (gemischte Wild-Salami, Suppe mit Wildstrudel und Gemüsestreifen, steirisches Hirschragout mit Semmelknödel und Preiselbeeren sowie Wildschweinrücken mit Schwammerln, Spätzle und Rotkraut) garantiert. "Es wird sicher niemand hungrig heimgehen", verspricht Prettenthaler. Drei Weinbauern aus der Region sind ebenfalls vor Ort, die Organisatoren bemühen sich noch um eine Greifvogelschau aus Riegersburg oder Kapfenberg.
"Das Wild kommt ausschließlich aus heimischen Revieren, es ist kein Gatterwild dabei", sagt Zitzenbacher. Rothirsch und Rehwild können mit den Omega3-Fettsäurengehalt mit dem vielseit empfohlenen Lachs mithalten", weiß Zitzenbacher. "Wildbret ist hochwertige Nahrung."
1.030 Jäger zählt derzeit der Bezirk, die Tendenz ist gleichbleibend der Frauenanteil ist leicht steigend. Zu tun haben die Jäger genug. Heiße Themen sind derzeit die Wölfe und die Umstellung auf bleifreie Munition. Im Gebiet Bärenwald im Kainacher Oswaldgraben wurde zuletzt ein Wolf gesichtet. "Diese Kontakte sind selten", gibt Zitzenbacher zu. "Wir hatten Nachweise durch DNA-Spuren, Fährtenbilder und Fotos." Zitzenbacher glaubt, dass es zwei Wölfe sind, die sich vielleicht sogar zu einem Rudel auswachsen. "Ich habe nichts gegen Artenvielfalt, aber Wölfe verursachen nun Mal große Unruhe bei Wildfütterungsstellen und Schafherden. "Wir versuchen in unserem Bezirk, Wild-Ruhezonen zu schaffen", so Zitzenbacher.
Die Umstellung auf die neue Munition ist in vollem Gang, die meisten Jäger haben keine große Freude damit, weil die Kupfermunition weniger Durchschlagskraft hat und die Tiere dadurch länger leiden können. "Grund der Umstellung ist, dass bei der Jagd auf Wasserwild die Bleimunition ins Wasser fällt und nicht verrottet. Dort hatten wir die Kupfermunition schon länger, jetzt wird sie komplett umgestellt. Das verursacht etwas Verunsicherung bei den Jägern, obwohl es seit Juni laufend Vorträgte gibt." Neu ist, dass alle Schusswaffen bis Ende Juni beim zentralen Waffenregister gemeldet sein mussten, früher führten nur die Büchsenmacher Buch.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.