29.09.2016, 17:45 Uhr

Katastrophenübung: Diese Premiere ist gelungen!

Schon der Krisenstab machte eine Menge Leute aus, insgesamt waren mehr als 300 beteiligt.

Mehr als 300 Personen waren bei der zweitägigen Katastrophenübung im Bezirk Voitsberg im Einsatz.

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der BH Voitsberg wurde erstmals eine zweitägige Katastrophenübung durchgeführt, wobei am zweiten Tag auch die Bezirke Deutschlandsberg und Graz-Umgebung und die Katastrophenschutzabteilung des Landes Steiermark involviert waren. Während die fiktive Hochwasserkatastrophe hauptsächlich als Planspiel in der BH Voitsberg ablief, wurden auch zwei Außenanlagen beübt: An der Hirzmann-Staumauer wurde ein abgestürzter Schaulustiger von der Bergrettung geborgen, vom Notarzt versorgt und ins LKH gebracht. Bei der Trattnersiedlung waren acht Personen aus überfluteten Wohnhäusern zu evakuieren. Und in Krottendorf wurde zwei Tage vorher eine Bürger-Informationsversammlung zum Thema Hochwasser mit 130 Besuchern abgehalten.

Hochwasserkatastrophe

Die Übungsannahme war, dass aufgrund starker Regenfälle 13 Schadstellen in den Gemeinden Bärnbach, Voitsberg, Edelschrott, Krottendorf, Mooskirchen, Stallhofen und Söding-St. Johann auftreten, dazu war die Trinkwasserversorgung von Mooskirchen gefährdet. In den Gemeinden wurde zur Bewältigung der Lage durch die BH Voitsberg die Katastrophe ausgerufen, der Krisenstab der BH Voitsberg mit 30 Personen wurde eingerichtet, dieser wurde von einem Fachstab mit zehn Experten unterstützt. Fiktive Schadstellen waren zum Beispiel ein Trafo-Brand im Bereich Geistthal-Söding mit teilweisem Ausfall des Umspannwerks Bärnbach, ein Chemiealarm in der Nähe des Gößnitzbachs und Verklausungen im Bereich Krottendorf-Gaisfeld mit Straßensperren. Für den zweiten Tag wurde ein 100-jähriges Hochwasser im Kainachtal und ein 300-jähriges Hochwasser im Teigitschgraben angenommen. Daher wurde am 29. September um 11.05 Uhr landesweiter Katastrophenalarm gegeben. Da nun auch die Bezirke Deutschlandsberg und Graz-Umgebung betroffen waren, übernahm die Katastrophenschutzabteilung des Landes das Kommando.


Sehr zufrieden

In Anwesendheit des steirischen Militärkommandanten Heinz Zöllner, des Leiters des steirischen Katastrophenschutzes, Harald Eitner, und seine BH-Kollegen Burkhard Thierrichter und Helmut-Theobald Müller bedankte sich BH Hannes Peißl bei allen Beteiligten und sprach von einem großen Erfolg, den alle weiteren Redner nur bestätigen konnten. Die großen Herausforderungen waren die erstmalige Beübung einer Katastrophe mit drei beteiligten Bezirken und der Landes-Fachabteilung mit der neuen Software, der Einsatz des neuen digitalen Funksystems und das Zusammenspiel mit der Software des österreichischen Bundesheers. Polizei, Feuerwehr, Rettung, Kriseninterventionsteam und Bergrettung waren an der Übung ebenfalls beteiligt. "Aufgrund der guten Erfahrungen in Voitsberg werden wir so eine Übung sicher nicht das letzte Mal abgehalten haben", so Eitner abschließend.
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