16.11.2016, 11:59 Uhr

Knuspriges Handwerk

Während wir noch schlafen, wird in unseren heimischen Bäckereien bereits fleißig gearbeitet. (Foto: Milkos Fotolia)

Niemand mag altes Brot. Unsere Bäcker um die Ecke sorgen für beste Qualität und tägliche Frische.

Die Geschichte des Bäckerhandwerks begann bereits vor 10.000 Jahren. Wurde damals noch ein einfaches Fladenbrot aus zermahlenen Körnern, Wasser und Salz hergestellt, mussten erst Backofen und Sauerteig von den Ägyptern erfunden werden, um die Brotsorten unserer Zeit zu erzeugen. Um eine der ältesten Handwerkskünste in den Mittelpunkt zu rücken, findet am 25. November der „Tag des regionalen Bäckerhandwerks“ statt. Werden heute schon in allen Supermärkten Brot und Gebäck angeboten, erzeugt man im Gegensatz dazu in traditionellen Betrieben beste Qualität, die ausschließlich aus regionalen Zutaten und in Handarbeit hergestellt wird. Damit soll dieser Tag nicht nur Lust auf köstlich duftendes, frisches Brot und Gebäck machen, sondern auch die Tradition, Vielfalt und die Zukunft des Bäckerhandwerks präsentieren.

Liebe zum Handwerk
Insgesamt sorgen 200 Bäcker in der Steiermark Tag für Tag mit ihrer Liebe zum Handwerk für wahre Köstlichkeiten. Es werden Natursauerteige hergestellt, Handgebäck gefertigt, wobei man auf die Verwendung von Fertigmischungen oder Teiglingen aus dem Ausland verzichtet. Was dabei herauskommt, ist schmackhafte Qualität in Form von duftenden Semmeln, Mohn- und anderen Kornweckerln sowie einer riesigen Auswahl an verschiedenen Broten.

Ohne Sauerteig gibt es kein hochbackendes Brot. Sauerteig lockert den Teig auf. (Foto: kk)

Die Geschichte des Brotbackens

Die Geschichte des Bäckerhandwerks beginnt mit der Geschichte des Brotes als eines der ältesten vom Menschen zubereiteten Lebensmittel. Vor etwa 10.000 Jahren wurden bereits erste Getreidesorten angebaut und in weiterer Folge zu Fladenbrot verarbeitet. Im alten Ägypten, vor über 2.000 Jahren, war der Sauerteig bereits bekannt und Brot wurde dank der entwickelten Backöfen ähnlich unserem heutigen Brot hergestellt. Der Aufbau und die Funktionsweise des Brot-Backofens hat sich bis heute kaum mehr verändert. In Pompeji ausgegrabene Backöfen ähneln den heutigen.

☛ Die Alpenbrot-Bäckerei Jechart ist Goldes wert.

Wozu braucht man eigentlich Sauerteig?

Sauerteige enthalten eine Lebensgemeinschaft von Milchsäurebakterien und Hefepilzen, die der Mensch seit mehreren tausend Jahren für die Herstellung von Brot und ähnlichen Nahrungsmitteln benutzt. Die Stoffwechselprodukte dieser Mikroorganismen lockern den Teig und verbessern die Verdaulichkeit, das Aroma, den Geschmack und die Haltbarkeit der Backwaren. Bevor Sauerteig eingesetzt wurde, gab es nur Fladenbrote. Ungesäuerte Brote sind zudem anfälliger gegen Schimmel. Um Christi Geburt wurde die Gewinnung von Sauerteig durch die Vermischung von Weizenkleie mit drei Tage altem Traubenmost beschrieben. Das vielfältige Wissen um Ackerbau und Brotbereitung geriet im Mittelalter großteils wieder in Vergessenheit.

Die Kindergartenkinder präsentierten stolz die fertigen, selbstgebackenen Martinigänse. (Foto: kk)

"Martinigänse-Backen" im Kindergarten Mooskirchen

Großer Andrang und riesige Begeisterung herrschte beim "Martinigänse-Backen" im Kindergarten Mooskirchen. Die moderne, ideal für Kinder ausgebaute Küche war ständig mit Kindern "überbelegt". Mit großer Freude wurde Germteig zubereitet, mit Schablonen die Umrisse von Gänsen ausgeschnitten, mit Hagelzucker bestreut und gebacken. Für das richtige „Outfit“ der jungen Bäcker sorgten im Rahmen der aktuellen Kindergarten-Aktion die „WOCHE“ und die „Rösselmühle“. Neben Bäckerschiffchen gab es für die Nachwuchs-Bäckermeister auch Malhefte und natürlich Mehl - 10kg Rösselmehl Weizenperle Universal. Das "Ergebnis" konnte sich wirklich sehen - und auch schmecken - lassen. Die Kinder schufen nicht nur optisch beeindruckende Backwaren, sondern auch sehr schmackhafte. Auch Mooskirchens Bürgermeister Engelbert Huber verkostete die Gänse. Sein Fazit: "Köstlich. Ein Riesen-Kompliment an alle, die sich beteiligt haben - mit frischen, wunderbaren Zutaten aus heimischen Rohprodukten."

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