07.06.2017, 12:59 Uhr

Suizidprävention im Bezirk Voitsberg

Am 1. Juni wurde der Standort Voitsberg von GO-ON Suizidprävention Steiermark eröffnet.
Seit 2011 gibt es das Projekt GO-ON zur Suizidprävention in der Steiermark. Dr. Gerald Pump machte sich schon im Jahr 2012 dafür stark, dieses Projekt auch nach Voitsberg zu holen. Unterstützt von der BH Voitsberg ist dies nun gelungen - der Startschuss zur Ausrollung erfolgte am 1. Juni in den Voitsberger Stadtsälen.
Das Projekt GO-ON ist in jedem Bezirk, bislang waren das Murtal, Hartberg und Bruck, an einen Träger gebunden. Dieser Träger ist im Bezirk Voitsberg das Psychozoziale Zentrum, gegründet vor rund 25 Jahren von Dr. Pump und aktuell geführt von Dr. Johann Zeiringer.

Zunahme im Bezirk

Im Jahr 2015 gab es in der Lipizzanerheimat zwölf Suizide, im Jahr davor sechs. Die Zahl der Suizid-Fälle hat sich also verdoppelt. Eine ungewöhnlich hohe Zunahme, wie Dr. Verena Leutgeb, Leiterin von GO-ON, erklärt.
Ziel von GO-ON ist es nun, die Zahl der Suizide zu minimieren. "Wenn Menschen Hilfe annehmen, dann funktioniert das", meint Leutgeb. Auf einen Suizid kommen laut Leutgeb 20 Versuche und rund 570 direkt betroffene Personen, wie Familienangehörige, Kollegen oder Freunde. "Wir müssen versuchen die Leute dazu zu bringen Hilfe in Anspruch zu nehmen", sagt Verene Leutgeb. Und eine Enttabuisierung des Themas ist dringend notwendig.
Berufsgruppen, die mit vielen Menschen in Verbindung kommen, sollen von GO-ON darauf geschult werden eine etwaige Suizidalität zu erkennen. Vorträge und Workshops sind ebenfalls geplant.
Das GO-ON-Regionalteam in Voitsberg besteht Karin Blas (Psychotherapeutin) und Christa Fraydl (Klinische Psychologin). Ziel ist es, durch Schaffung von erhöhtem Bewusstsein und Wissen zu einem angstfreien Umgang mit dem Thema Suizidalität beitragen.
Es ist wie bei der Ersten Hilfe: Wichtig ist, dass man etwas tut. Man kann nichts falsch machen, so der eindringliche Hinweis.
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