13.12.2016, 08:10 Uhr

Asylwerber: Voitsberger Verein kämpft gegen Hasspostings

Daniela Grabovac referierte auf Einladung von "MenschenRechteReligion" in Voitsberg. (Foto: KK)

Der Verein "MenschenRechte Releigion" lud Daniela Grabovac, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, zu einem Vortrag ein.

Vor kurzem lud der Verein "MenschenRechteReligion" Daniela Grabovac, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes Steiermark, zu einem Vortrag nach Voitsberg. "Wir können immer wieder beobachten, dass es sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich oder vor Behörden zu Andersbehandlungen kommt. Das ist im Lichte der österreichischen Rechtsordnung nicht hinzunehmen", sagte Obmann-Stv. Christian Veit, auf dessen Initiative Grabovac nach Voitsberg kam.

Fälle häufen sich

"In letzter Zeit häufen sich Fälle, wo Asylwerbern aufgrund ihres Aufenthaltstatus der Zugang zu Dienstleistungen erschwert oder unmöglich gemacht wird", erzählte Grabovac und nannte beispielhaft das Verbot Diskotheken oder Fitness-Studios zu betreten. "Das ist nicht zulässig und kann gerichtlich verfolgt werden", so Veit. "Allen sich betroffen fühlenden Menschen wird die Möglichkeit gegeben, sich mündlich, telefonisch, schriftlich oder auf elektronischem Weg an unsere Stelle zu wenden", ergänzte Grabovac.
"Auch in unserem Bezirk ist eine Zunahme von hate crime, Hasspostings oder verbalen Übergriffen zu beobachten", sagte Veit. "Wir arbeiten intensiv mit der Polizei zusammen und sind froh, nun auch mit Einrichtungen wie der Antidiskriminierungsstelle kooperieren zu können." Im März 2017 wird es in Graz auf Initiative dieser Stelle eine große Konferenz zum Thema "hate crimes" geben, an der Veit und MRR-Obmann Dietmar Böhmer teilnehmen werden.
Der Vortrag, der von Quasai Albajati auf Arabisch und Mahdie Saberi auf Persisch übersetzt wurde, zeigte auch Möglichkeiten auf, sich gegen Diskriminierung zu wehren. "Das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen Österreichern und Asylwerbern. So und so ist Diskriminierung als unerwünschtes Verhalten anzusehen", so Veit abschließend.
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