14.02.2018, 10:38 Uhr

Grundkonzept: Ausbildungsverein

Jörg Huiber ist seit Mai 2016 Obmann des USV Mooskirchen. (Foto: KK)

Jörg Huiber, Obmann des USV Draxler Mooskirchen spricht über Probleme und Ziele des Vereins.

Mit zwölf Punkten aus 13 Spielen liegt ihr nur einen Punkt vor dem vorletzten Platz. Habt ihr mit einem schwierigen Herbst nach dem Aufstieg gerechnet?
Sportlich können wir der Mannschaft und dem Trainer keinen Vorwurf machen. Wir konnten mit jedem Gegner mithalten, hatten aber Probleme mit der Chancenauswertung. Aufgrund von Verletzungen war die Personaldecke sehr dünn. Durch die Wintertransfers sind wir kadertechnisch besser gerüstet. Zwölf Punkte ist natürlich nicht unser Anspruch. Die Mannschaft arbeitet derzeit hart um dies in der Rückrunde zu korrigieren.

Beschäftigt ihr euch mit einem möglichen Abstieg und wie schwer würde dieser wiegen?
Ab Tabellenplatz acht hat dies wahrscheinlich jeder Verein im Hinterkopf. Alle wollen so schnell wie möglich den Abstand auf die hinteren Plätze vergrößern. So auch wir. Ein Abstieg würde zwar an unserem Ego kratzen, jedoch unser Grundkonzept Ausbildungsverein zu sein und jungen Talenten aus der Region als Sprungbrett für höhere Aufgaben zu dienen, nichts ändern. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass unsere Jungs uns nicht in diese Lage versetzen werden.

Ihr seid 2013/14 sehr bitter als Drittletzter aus der Oberliga abgestiegen. Hättet ihr euch eine schnellere Rückkehr gewünscht?
Wir hatten uns nach dem Abstieg darauf verständigt innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder aufsteigen zu wollen. Mein Vorgänger Ing. Otto Bauer und unser sportlicher Leiter Thomas Neuhold richteten den Kader dahingehend aus. Letztes Jahr hatten wir dann das Glück, dass es geklappt hat.

Ist die Oberliga mittel- und langfristig die passende Liga für den USV?
Ziel ist es fixer Bestandteil in der Oberliga zu sein. Die Kampfmannschaft II ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt. Der Sprung für Spieler von der 1. Klasse in die Oberliga ist vom Tempo her, oft schwer. Mittelfristig wollen wir mit der Kampfmannschaft II um den Aufstieg mitspielen.

Seid ihr mit eurer Infrastruktur zufrieden, wird es hier in nächster Zukunft Veränderungen geben?
Unsere Sportanlage mit der idyllischen Holztribüne ist sicherlich etwas Besonderes. Die Rahmenbedingungen für die Sportler sind sehr gut. Im Gastrobereich haben wir noch Luft nach oben. Viele freiwillige Helfer halten unsere Anlage in Schuss. Auch wäre ohne Unterstützung der Gemeinde und Bgm. Engelbert Huber die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs nicht möglich. Dafür sind wir dankbar. Investitionsbedarf ist hier sicherlich vorhanden, jedoch benötigen wir noch Mitstreiter die sich bei den Kosten beteiligen.

Ihr habt im Herbst nur 17 Tore geschossen. Nun hat der beste Torschütze, Manuel Konrad, den Klub verlassen.
Damjan Poposki ist vom SV Tobelbad gekommen, wo er seine Torjägerqualitäten bereits bewiesen hat. Wir erwarten uns aber auch durch die Verpflichtungen von Raphael Rotschedl (ASK Voitsberg) und Manuel Sidar (FC Ligist) frischen Wind nach vorne.

Sie sind seit Mai 2016 Obmann des USV. Wie sieht ihr Zwischenfazit aus und an welchen „Baustellen“ arbeiten Sie momentan?
Meine Wahl hat nach Außen vielleicht stärker gewirkt, als wir es vereinsintern wahrgenommen haben. Alle Funktionäre und Helfer sind an Bord geblieben und auch mein Vorgänger Ing. Otto Bauer hilft weiter tatkräftig mit. Wir haben sehr loyale Unterstützer, allen voran unser Hauptsponsor, die Familie Draxler. Es war ein reibungsloser Übergang und wir sind weiter auf dem richtigen Weg. Unsere größte Herausforderung für die Zukunft wird sicherlich die Nachwuchsarbeit sein. Der UFC Söding, als auch wir betreiben das gemeinsame Nachwuchszentrum Mittleres-Kainachtal sehr engagiert. Unser Anspruch, ab gewissen Altersklassen Leistungsklassenfußball anzubieten, wird durch dir Tatsache eingeschränkt, dass die Scouts der Bundesligisten unsere Toptalente in immer früherem Alter von uns abziehen. Dies betrifft wahrscheinlich alle weststeirischen Vereine. Hier benötigen wir alle Konzepte und Lösungen um weiterhin Eigenbauspieler in unseren Kampfmannschaften sehen zu können.
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