14.11.2016, 10:02 Uhr

Husky-EM mit einer Voitsbergerin

Larissa Wiener beim Training mit ihren Huskys und dem Race-Car. (Foto: Huskycamp)

Larissa Wiener lebt für die Schlittenhunde. Mit Coach Alex Serdjukov hat sie in Ottenschlag Großes vor.

Das muss wahre Liebe sein! Die Voitsbergerin Larissa Wiener "tingelt" drei bis vier Mal pro Woche nach Wildon zu "Mr. Huskycamp" Alex Serdjukov, um die Schlittenhunde zu betreuen. "Larissa ist meine treueste Mitarbeiterin im Huskycamp am Alten Almhaus. Sie kennt die Hunde von klein auf und die Huskys lieben sie", erzählt Serdjukov, der in diesem Winter wieder Rennen in Alaska bestreiten wird.

EM in Ottenschlag

Der Hundeschlitten-Europameister coacht die junge Voitsbergerin, die im Mai des kommenden Jahres die Matura macht, seit einiger Zeit und erkannte ihr Talent. Nach den Erfolgen in der Vorsaison steht sie bereits im österreichischen Nationalkader und startet am Wochenende mit einem Vier- und einem Sechser-Gespann bei der Off-Snow-WM im oberösterreichischen Ottenschlag. Dort warten 200 Teilnehmer aus 20 Nationen, Serdjukov traut Wiener trotzdem einen absoluten Spitzenplatz zu. "Sie geht mit den Hunden liebevoll um, aber wenn es hart auf hart geht, tun die Husky alles für sie. Das könnte bei der EM ein großer Vorteil sein." Bei dieser EM ohne Schnee fahren die Musher mit sogenannten Race-Cars auf drei oder vier Rädern.
Tiere über alles. Wenn Wiener nicht bei Serdjukov im Huskycamp oder in Wildon werkt, arbeitet sie ehrenamtlich bei Nina Mocnik im Tierheim Franziskus in Rosental mit. "Larissa hat sich das alles selbst erarbeitet, denn es ist kein Honigschlecken, neben der Schule unzählige Mal nach Wildon oder aufs Alte Almhaus zu kurven", so Serdjukov. Das Höhentraining wurde am Gaberl abgehalten, um die Hunde fit zu bekommen. Nur das Morgentraining übernimmt Serdjukov. "Da die Temperaturen im Herbst am Tag für die Husky nicht ideal sind, trainiere ich schon um 4 oder 5 Uhr früh mit den Hunden, das konnte Larissa natürlich nicht übernehmen. Aber alles andere ist ihre Handschrift."
Nachteil ist es natürlich keiner, wenn man so einen erfahrenen Musher wie Serdjukov an seiner Seite hat, denn wenn man bei internationalen Spitzenrennen wie in Kanada reüssiert, muss man als Hundeschlittenführer schon was drauf haben. "Ich bin stolz auf Larissa, dass sie in dieser kurzen Zeit schon so einen Leistungssprung gemacht hat. Ich traue ihr in Ottenschlag viel zu." Also: Daumen halten am Wochenende!
Übrigens: Für das Silvestercamp vom 27. Dezember bis 2. Jänner am Alten Almhaus sind noch einige Plätze für Kinder und Jugendliche frei, weil Serdjukov die Teilnehmerzahl aufgestockt hat. Also bitte rasch unter www.huskycamp.at anmelden.
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