30.05.2017, 17:02 Uhr

Bauer-Headquarter mit gigantischer Photovoltaikanlage

Die Photovoltaikanlage mit 2,3 Megawatt Leistung erzeugt den kompletten Strom, den die Firma Bauer benötigt. (Foto: Bauer Group)

Zwölf Millionen Euro flossen in die thermische Sanierung und in eine Photovoltaikanlage.

"Bauer for a green world" - diesen Slogan lebt die Firma Bauer nicht nur bei seinen weltweit im Einsatz befindlichen Beregnungs- und Güllemanagementsystemen, sondern auch direkt in der Unternehmenszentrale Voitsberg. In den vergangenen vier Jahren wurde die Außenhaut der beiden Industriehallen sowie des Bürogebäudes isoliert. Zusätzlich wurde das Dach der Hallen erneuert und mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,3 Megawatt ausgestattet. Damit werden 100% der benötigten elektrischen Energie selbst erzeugt.
"Energieeffizienz ist uns nicht nur bei den Produkten, sondern auch an unseren Standorten ein großes Anliegen", erklärt Andreas Schitter, Finanzvorstand von Bauer. Testballon war der Werksstandort in Deutschland, wo zwei kleine Photovoltaikanlagen installiert worden waren. "Als wir nach einem Jahr gesehen haben, wie gut das funktioniert, war klar, dass wir das auch in Voitsberg machen werden", fügt Schitter hinzu. Die Jahresleistung an produzierter Energie wird ca. 2.400.000 kWh betragen. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 685 Haushalten.

Vorreiter in Österreich

Bauer nimmt damit eine Vorreiterposition unter Österreichs Industriebetrieben ein. Schitter scheut hinsichtlich der Leistung den Vergleich mit ganz großen Projekten nicht: Das geplante Wasserkraftwerk an der Mur werde es auf eine Leistung von 16 bis 17 Megawatt bringen. Laut Schitter könnten also ein paar Bauer-Photovoltaikanlagen das geplante Wasserkraftwerk in Graz an der Mur ersetzen.
Auch bei der Isolierung wurde Nägel mit Köpfen gemacht. Fassaden und Dächer sind teilweise doppelt so stark isoliert wie in der Industrie üblich - was den Gesamtenergiebedarf um 70% senkt. Außerdem konnte der CO2-Ausstoß um 705.000 kg reduziert werden. Durch die Photovoltaikanlage werden jährlich weitere 1.690.000 kg CO2 eingespart. Zum Vergleich: Das Tempolimit im Winter auf den Autobahnen im Großraum Graz bewirkt eine CO2-Reduktion von 1.200.000 kg, gemäß einer Studie der TU Graz.
Was hat der Kunde davon? Auch hier zeigt sich Finanzvorstand Andreas Schitter erfreut: "Die Produktionskosten sind ingesamt deutlich geringer, was der Kunde an den relativ stabilen Preisen merkt."
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