15.11.2016, 07:46 Uhr

Mit 22 Jahren Reitsportsattlermeisterin

Katja Kipperer ist mit 22 Jahren die jüngste Reitsportsattlermeisterin Österreichs. (Foto: KK)

Katja Kipperer ist die jüngste Meisterin Österreichs in den Berufssparten Sattler/Riemer/Fahrzeugsattler.

Mit 22 Jahren ist die Voitsbergerin Katja Kipperer die jüngste Reitsportsattlermeisterin Österreichs. Seit Oktober hat sie den Meisterbrief in der Tasche und damit bereits ihren zweiten Beruf erlernt. Nach der Pflichtschule besuchte sie in Güssing die Landwirtschaftliche Fachschule für Pferdewirtschaft und schloss die Ausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg ab.
Nach einem Berufscoaching bei Monika Hirschmugl-Fuchs wählte Kipperer ihren Traumberuf Reisportsattlerin. Die Lehrplatzsuche gestaltete sich jedoch äußerst schwierig, da dieser Beruf in Österreich mittlerweile sehr selten geworden ist. In Deutschland hingegen beginnt der Beruf wieder zu boomen, vor allem bei Frauen. Bei Robert Strini, Sattlermeister in Köflach, bekam sie dann doch die Möglichkeit, diese Lehre zu beginnen.

Mit Auszeichnung

Nach mehreren Lehrplatzpraktika mit unterschiedlichsten Spezialisierungen schloss sie die Lehre 2015 mit Auszeichnung ab. Im Februar dieses Jahres absolvierte sie die Unternehmerprüfung ebenfalls mit Auszeichnung. Um ihren weiteren Weg zu beschreiten, meldete sie sich für die Meisterprüfung an. Es war allerdings äußerst schwierig einen Termin zu finden, da sich drei Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen österreichweit finden mussten. Im Sommer dieses Jahres kam von der Wirtschaftskammer Niederösterreich - die einzige Stelle für diese Prüfung in Österreich - der erlösende Anruf, dass es im Oktober möglich sei, die Meisterprüfung abzulegen.
Nach einer harten viertägigen Prüfung - schriftlich, praktisch, mündlich - hat sie es geschafft. Katja Kipperer ist Reitsportsattlermeisterin. Sie wird sich voraussichtlich im Frühjahr 2017 selbstständig machen und in ihrem eigenen Betrieb den Kunden zur Verfügung stehen. Sie spezialisiert sich derzeit auf Einzel- und Sonderanfertigungen wie Westernsättel und Kutschengeschirre sowie Reparaturen. Um viele Sparten in ihrem Beruf abdecken zu können, ist Weiterbildung für sie nach wie vor wichtig, um auch als Meisterin gute Arbeiten zu liefern, um in ihrem Beruf am Laufenden zu bleiben.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.